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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Kündigungen sollen Ausnahme bleiben

13.05.2019

Essen Bei Thyssenkrupp könnte der radikale Konzernumbau weniger einschneidende Folgen für die Beschäftigten haben als zunächst befürchtet. Der Industriekonzern will bei dem geplanten Stellenabbau möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen auskommen. Das sieht eine Grundlagenvereinbarung des Unternehmens mit der IG Metall vor, teilte Thyssenkrupp-Personalvorstand Oliver Burkhard mit.

Thyssenkrupp will nach dem Aus für die Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata und der gestoppten Zweiteilung des Konzerns 6000 Stellen streichen, davon 4000 in Deutschland. „Betriebsbedingte Kündigungen wollen wir vermeiden“, erklärte Burkhard über den Kurznachrichtendienst Twitter. Sie seien „aber in Ausnahmen (ultima ratio) möglich“. Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als 160 000 Mitarbeiter.

Aus Sicht der IG Metall sind mit der Grundlagenvereinbarung Mindeststandards für den fairen Umgang mit den Beschäftigten festgelegt worden. „Die roten Linien sind gezogen“, sagte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Markus Grolms von der IG Metall, am Sonntag. „Der Umbau von Thyssenkrupp ist leider unvermeidbar.“

Das werde „ein schwerer, aber leider notwendiger Weg für das Unternehmen und die Beschäftigten“.

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