Brüssel - Internetanbieter dürfen einzelne Dienste nicht zum Schaden anderer Angebote bevorzugen, fordert das Europaparlament. Internetnutzer sollen somit weiterhin gleichberechtigten Zugang zu allen Angeboten im Netz bekommen. Mit ihrem Votum am Donnerstag in Brüssel gingen die Abgeordneten über Vorschläge der EU-Kommission zur Netzneutralität hinaus.
Dabei geht es um die Frage, ob Anbieter bestimmte Datenpakete schneller durchleiten dürfen. Gegner fürchteten, dass ein Zwei-Klassen-Netz unterschiedlich schneller Dienste entstehen könnte.
Eine Sonderbehandlung für Spezialdienste mit großen Datenmengen wollen die Volksvertreter zwar zulassen, etwa für den Videoabruf im Internet. Dies dürfe aber Verfügbarkeit und Qualität von anderen Angeboten nicht beeinträchtigen.
Bis zu einer Entscheidung dürfte es allerdings noch Monate dauern. Die EU-Staaten müssen zustimmen.
