Brüssel - Fünf Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise will die EU das Geld der Sparer besser vor riskanten Bankgeschäften schützen. Die größten Geldhäuser Europas sollen nicht mehr die Spareinlagen der Kunden für Zockereien mit risikoreichen Wertpapieren einsetzen dürfen.
Zudem will ihnen die EU-Kommission spekulative Geschäfte auf eigene Rechnung – und nicht im Auftrag von Kunden – weitgehend verbieten. Das sehen Reformvorschläge für die rund 8000 europäischen Banken vor, die EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier am Mittwoch in Brüssel präsentierte.
Nach Widerstand aus der Branche verzichtet Brüssel aber auf allzu harte Vorgaben. Barnier bleibt hinter den Empfehlungen einer von ihm einberufenen Expertengruppe zurück. Eine angedachte Zerschlagung großer Geldhäuser ist vom Tisch.
