Brüssel - Die EU-Kommission will die Extra-Gebühren für Handy-Telefonate im Ausland schrittweise abschaffen. Telekomfirmen in der EU sollen vom Sommer 2014 an freiwillig auf die Berechnung höherer Preise für das sogenannte Roaming bei Telefongesprächen, SMS und Internetnutzung verzichten.

Ab Juli 2016 sollen Kunden nach dem Willen der Kommission im europäischen Ausland dann zu denselben Preisen telefonieren können wie zu Hause. Das geht aus dem Entwurf für eine Reform des Telekommarkts hervor, den EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes an diesem Donnerstag (12. September) vorlegen will.

Die Behörde verschob die ursprünglich für Mittwoch geplante Annahme des Pakets um einen Tag auf Donnerstag. Gründe für die Verschiebung nannte ein Kommissionssprecher nicht. Der Vorschlag benötigt noch die Zustimmung des Europaparlaments und der EU-Staaten.

Seit Jahren sinken unter dem Druck der EU bereits die Roaming-Gebühren in Europa. So gelten seit dem 1. Juli erneut neue gesetzliche Obergrenzen für die Preise. Ein Anruf aus dem europäischen Ausland kostet seitdem maximal 24 statt zuvor 29 Cent pro Minute (ohne Mehrwertsteuer).