EVERSTEN - Wie sehen die Zellen auf der Polizeiwache aus? Was macht ein Radiomoderator? Wie ist es auf einer Theaterbühne zu stehen? All das können Schüler des Gymnasium Eversten selbst sehen, erfahren und erleben.
Innerhalb des pädagogischen Freizeitprojekts „Tellerrand“ können sich insbesondere Schüler der 5. und 6. Klassen für einen Nachmittag in einem Unternehmen anmelden. Jedoch sind auch die Kinder aus anderen Klassen willkommen.
Das Projekt „Tellerrand“ soll Kindern Einblicke in die verschiedenen Berufe gewähren. Sie sollen hinter die Kulissen schauen können. „Es ist vor allem ein Projekt, das den Kindern Spaß machen soll. Ich frage sie nicht hinterher ab. Sie können Dinge sehen und erfahren, die sie sonst nicht kennenlernen würden. Jedes Kind kann die gewonnenen Erkenntnisse für sich selbst verwerten“, erzählt Sozialpädagogin Imke Helfers.
Seit Anfang 2007 werden den Schülern verschiedene Berufe drei bis vier Mal pro Halbjahr näher gebracht. Rund zehn Institutionen und Unternehmen wurden bisher unter die Lupe genommen – unter anderem das Horst-Janssen-Museum und die Feuerwehr. Zuletzt waren 13 Kinder bei der Polizei.
Auch die elfjährige Romy war dabei: „Wir haben die Zellen gesehen, wurden eingeschlossen und konnten viele Fragen stellen. Das hat mir gefallen.“ Doch Polizistin werden, will sie nicht. „Dafür bin ich viel zu feige“, sagt die Elfjährige und grinst. Jedes Unternehmen kommt für Imke Helfers nicht in Frage. „Die Arbeitsbereiche müssen die entsprechende Altersklasse natürlich ansprechen“, erklärt die Sozialpädagogin. Zum nächsten Halbjahr stehen unter anderem das Staatstheater und der NDR wieder auf dem Programm.
