EVERSTEN - Das Thema Verkehr stand am Donnerstag bei den Besucherinnen und Besuchern der Rollenden Redaktion im Extra-Markt an der Hauptstraße ganz oben auf der Themenliste.

Dauerbrenner ist der Ärger über die hohen Bordsteine rund um die Grünflächen an der Hauptstraße. „Die müssen unbedingt abgesenkt werden“, fordert Inge Magnus, „damit man sich beim Einparken nicht die Reifen am Auto beschädigt.“ Esens in Ostfriesland habe das Problem vorbildlich gelöst, die Bordsteine seien flach und die Parklücken ohnehin größer. Alfred Kohnen schlägt zudem vor, an der Hauptstraße an den Parkscheinautomaten eine „Brötchentaste“ einzurichten, damit Kurzzeitparker keine Gebühren zahlen müssen.

Grünen-Ratsherr Kurt Bernhardt beklagt sich über den starken Schwerlastverkehr auf dem Hausbäker Weg. Die Brummis würden die Straße als Schleichweg von der Hundsmühler Straße zur Edewechter Landstraße und in umgekehrter Richtung nutzen. Für den Hausbäker Weg sollte eine Gewichtsbegrenzung von 7,5 Tonnen gelten.

Die schlechten Fuß- und Radwege rund um das Altenheim an der Bodenburgallee und im Bereich der alten Bundesstraße 75 sind Wolf-Ernst Kusanke ein Dorn im Auge. Die Schotterwege müssten geglättet, die Pflasterungen erneuert werden. „Zudem ruinieren die VWG-Gelenkbusse den Sodenstich und die Wilhelm-Busch-Straße. Man sollte kleinere Busse wie in Groningen einsetzen.“

Die Ausweitung der Einbahnstraßenregelung in der Danziger Straße bis zur Hofeinfahrt der Arztpraxis Sosath fordert Dieter Tangen. Dort herrschten chaotische Verkehrsverhältnisse, die Autos sollten Richtung Feststraße zur Hauptstraße fahren.


Harmanus Hoogestraat warnt vor der Verkehrssituation auf der Bloherfelder Straße. Die Autos fahren dort viel zu schnell und schneiden die Kurven. Verkehrsberuhigende Maßnahmen und Geschwindigkeitsbegrenzungen würden Abhilfe schaffen. Hoogestraat ist außerdem bei der Freiwilligenagentur Ehrensache engagiert. Während die Deutsche Bahn den Begleitservice für Senioren und Kinder akzeptiere und die Begleiter kostenlos mitfahren lasse, verlange die Nordwestbahn Fahrkosten von den Begleitern.

Geschwindigkeitskontrollen auf dem Hogenkamp und Dachsweg wünscht sich Siegfried Behrendt. „Bestimmt zehnmal habe ich in den letzten Jahren bei der Stadt angerufen, wurde aber immer abgebügelt“, meint er. Zudem könne man mit dem Auto in den Stoßzeiten nur schwer vom Dachsweg und Ahlkenweg in die Hundsmühler Straße einbiegen. Induktionsschleifen vor den Ampeln könnten dieses Problem lösen.

Manfred Warncke regt an, die Bordsteine an der Edewechter Landstraße im Bereich der Einfahrt zum Irma-Markt auf einem längeren Stück abzusenken, um das Ein- und Ausfahren zu erleichtern. Zudem sei die Grünphase beim Abbiegen von der Edewechter Landstraße in die Eichenstraße zu kurz. Beim Aldi-Markt in der Eichenstraße sei die Fahrbahn durch den Bau einer Verkehrsinsel zu schmal geraten und beim Einfädeln vom Aldi-Parkplatz in die Eichenstraße würden parkende Autos die Sicht behindern.

Über den ungepflegten Rad-/Fußweg entlang der Autobahn zwischen Bloherfelder Straße und Scharnhorststraße ärgert sich Inge Harms. Im Sommer würde sie selbst die Äste der wuchernden Büsche zurückschneiden. Ihr Ehemann habe früher den Müll aufgesammelt. Bei der Stadt kümmere sich wohl niemand darum, meint sie.

Von der Stadtverwaltung im Stich gelassen fühlt sich Nadine Heitmann, die mit Ehemann und Kind im Neubaugebiet Eversten-West wohnt. „Auf den städtischen Bauplätzen tut sich nichts“, sagt sie. Es gibt entgegen anderslautender Ankündigungen keine Kindertagesstätte und auch der versprochene Spielplatz lasse auf sich warten. Überhaupt sei die Infrastruktur unzureichend. An der Edewechter Landstraße sollte in Höhe der Straße Thomasburg eine Druckampel aufgestellt werden.

Auch Werner Stähler wohnt in dem Neubaugebiet. Ihn stört, dass die Straße vor dem Pflanzenhandel Leonhard nicht ausgeschildert ist und Besucher den Weg zu ihm nicht finden. Zudem ragen die Bordsteine der Grünflächen im rechten Winkel in die Fahrbahn, der Winkel sollte abgeflacht werden.

Barbara Lehmkuhl weist auf die zunehmende Vermüllung des Geländes rund um das Schulzentrum Eversten hin. Besonders betroffen sei der Weg von der Bushaltestelle zur Schule.

Das Grünflächenamt pflegt demgegenüber die Grünflächen am Hausbäker Weg vorbildlich, meint Dieter Belke. Der Radweg entlang der Straße sollte besser ausgeschildert werden.