EVERSTEN - Vier Gäste aus Mexiko besuchten Altenheim. Gesellschaftsspiele sorgten für gute Laune.
Von Arne Jeske
EVERSTEN - Mit strahlenden Augen begrüßte Heinz Wingbermühle, Leiter des Marienhort-Altenheims, vier besondere Besucher: Virginia de Espinosa (46), Victor Lopez (39), Aurora Avilia und Samatha Diaz (beide 16) aus Mexiko waren gestern am „Tag des sozialen Engagements“ im Vorfeld des Weltjugendtages Gäste seines Hauses.Wie berichtet, sind zurzeit noch 46 weitere Mexikaner und fünf Namibier in Oldenburg. Die Seelsorgeeinheit Nord hat dafür gesorgt, dass sie alle bei Gastfamilien unterkommen konnten. Die mehrstündige Anreise stand den Besuchern aus Mexiko noch ins Gesicht geschrieben. „Einige waren sehr erschöpft. Sie wollten aber trotzdem heute dabei sein“, erzählt Pastoralreferent Heinz-Peter Hahn
Heinz Wingbermühle nahm sich viel Zeit für ein Gespräch mit den Gästen. Das konnte aber nur mit Hilfe des 18-jährigen Simon Kroll zustande kommen, der die Gruppe als Übersetzer begleitete. „Wir haben zwar mehr Altenheime in Mexiko, doch es gibt viel zu wenig Personal, meistens nur zwei Pfleger“, erklärt Victor Lopez. „Außerdem gibt es in den Heimen keine Ärzte, außer vielleicht ehrenamtliche.“ Die einzige Alternative zu den staatlichen Heimen seien die privaten. „Die können sich aber nur wenige Familien leisten“, erklärt Lopez.
Nach der Gesprächsrunde durften die Gäste dann auch die Altenheimbewohner begrüßen. Und die wunderten sich nicht schlecht über die Herzlichkeit der Mexikaner. Die Senioren wurden sofort von ihnen die Arme geschlossen. Anschließend spielten Jung und Alt miteinander „Mensch ärgere Dich nicht“ oder „Memory“.
„Es ist toll in Deutschland, auch wenn es hier ziemlich kalt ist“, erzählt Samatha Diaz. Victor Lopez findet, dass Deutschland sehr ordentlich ist. Das begeistert ihn.
Heute, Sonnabend, trifft sich die Gruppe mit allen 1060 Besuchern, die im Vorfeld des Weltjugendtages das Oldenburger Land besuchen, in Cloppenburg. Morgen, Sonntag, findet in der St.-Bonifatius-Kirche ab 10 Uhr eine Messe statt, anschließenden gibt es beim Fest der Begegnung Brunch und nachmittags Spiele. Am Montag geht’s dann nach Köln. Zum Weltjugendtag reist auch die Katholische Jugend Oldenburg mit 70 Personen an.
