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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

EWE erhält Spende zurück

24.02.2017

Oldenburg Nach dem Rauswurf von Vorstandschef Matthias Brückmann wegen der umstrittenen Spende an die Klitschko-Stiftung bekommt die EWE nun auch das Geld zurück. Allerdings ist es nicht Brückmann, der die 253 000 Euro erstattet, so wie er es vor drei Wochen gegenüber der NWZ angekündigt hatte. Ein Dienstleister der Klitschko-Foundation hat der EWE angeboten, die Summe gegen Rückgabe der Spendenquittung zurückzuzahlen.

Derzeit liegt das Geld noch bei der Maecenata-Stiftung in München, die Spenden unter anderem für die Stiftung der Boxbrüder Klitschko sammelt. Dass das Geld noch nicht nach Kiew überwiesen wurde, habe vor allem mit der „instabilen politischen Situation“ in der Ukraine zu tun, sagte der Geschäftsführer der Maecenata-Stiftung, Christian Schreier, auf Nachfrage der NWZ.

Zurückgeben wolle man die 253 000 Euro, weil bei dem EWE-Geld zwei Bedingungen für Spenden nicht erfüllt seien, so Schreier: „Eine Spende muss freiwillig sein, und sie darf nicht mit Gegenleistungen verbunden sein.“ Ein EWE-Sprecher bestätigte der NWZ, dass das Unternehmen das Angebot annehmen werde.

Der am späten Mittwochabend fristlos entlassene EWE-Chef Matthias Brückmann hatte die Spende eigenmächtig zugesagt. Im Gegenzug sollte Boxer Wladimir Klitschko für Werbetermine nach Oldenburg kommen. Als Brückmann wegen der Spende in die Kritik geriet, erklärte er, dass er wegen der „Irritationen“ die 253 000 Euro aus privater Tasche erstatten werde. Bislang hat er aber nicht gezahlt. Noch am Mittwoch hatte EWE-Aufsichtsratschef Stephan-Andreas Kaulvers erklärt, dass man das Geld von Brückmann zurückfordern werde.

Das ist jetzt nicht mehr nötig, der Schaden liegt nicht mehr bei der EWE. Trotzdem wird Brückmann wohl nicht darum herumkommen, tief ins eigene Portemonnaie zu greifen. In seiner Pressemitteilung vom 2. Februar 2017 hatte er erklärt, er wolle auf jeden Fall einen „Schaden für sehr unterstützungswürdige Hilfsprojekte“ vermeiden: „Ich will nicht, dass Kinder in Not, die durch die Klitschko-Foundation unterstützt werden, unter der Diskussion oder meinem persönlichen Fehler leiden müssen. Somit übernehme ich die Verantwortung für die Spende.“


Ein Spezial unter   www.nwzonline.de/ewe-krise 
Karsten Krogmann
Redakteur
Reportage-Redaktion
Tel:
0441 9988 2020

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