Oldenburg - Die EWE hat in einem Streit mit der Verbraucherzentrale (VZ) Niedersachsen eine Schlappe erlitten. Sie darf ein bestimmtes Kundenanschreiben nicht mehr verwenden. Das ergab ein Vergleich vor dem Landgericht Oldenburg. Die EWE habe eine Unterlassungserklärung abgegeben, teilte die VZ mit.

Es geht um Strom- und Gasverträge („Fix“), die nach zwei Jahren automatisch auslaufen. Kunden erhielten kurz vor Ablauf ein Angebot zur Verlängerung. Das Schreiben sei so formuliert gewesen, dass ein neuer Vertrag über zwei Jahre automatisch geschlossen wurde – sofern der Kunde nicht widersprach, so die Verbraucherzentrale. Dagegen klagte die VZ-Initiative „Marktwächter Energie“. Eine ausbleibende Reaktion dürfe keinesfalls als Zustimmung gewertet werden.

„EWE wird das Schreiben in der bisherigen Form nicht mehr verwenden“, sagte ein EWE-Sprecher auf Anfrage.

Rüdiger zu Klampen
Rüdiger zu Klampen Wirtschaftsredaktion (Ltg.)