• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Europa: Ex-BDI-Boss droht mit Anti-Euro-Partei

10.09.2011

BERLIN Ein Spitzenmanager schlägt Alarm: Der frühere Chef des Industrieverbandes BDI, Hans-Olaf Henkel (61) droht mit einer Anti-Euro-Partei, sollte die Bundesregierung nicht eine Kehrtwende in der Euro-Politik vollziehen.

Die Diagnose für den „Patienten Euro“ ist für Henkel klar: Mit Rettungsschirm und Milliarden-Hilfen für Pleite- und Schuldenstaaten steuere der Euro-Raum „direkt in eine Transfer-Union“. Henkel nennt es „organisierte Verantwortungslosigkeit“. „Und niemand in Deutschland beschäftigt sich mit Alternativen, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht“, kritisiert der ehemalige IBM-Manager, der heute noch in zahlreichen Aufsichtsräten sitzt. „Statt dessen werden wir mit fadenscheinigen Totschlag-Argumenten belegt, wie Merkels „Scheitert der Euro, dann scheitert Europa“, klagt Henkel. Einzig und allein der „Euro spaltet“, ergänzt der Manager. Früher sei er ein Verfechter der gemeinsamen Währung gewesen. „Jetzt bin ich gegen den Euro“.

Henkel fordert eine Aufspaltung der Währung in einen „Nord-Euro“ mit wirtschaftlich gesunden und stabilen Staaten wie Deutschland, Österreich, Niederlande, Finnland und Schweden sowie einen „Süd-Euro“ mit den verbleibenden Problem-Staaten wie Griechenland, Italien u.a. Diese „Olivenländer“ könnten ihre Währung abwerten und so ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

Der Ex-BDI-Chef nennt eine zweite Voraussetzung, um aus der Krise zu kommen: die „Verstaatlichung der Banken“. Die USA hätten es in der Finanzkrise vorgemacht.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Mit großen Veranstaltungen will Henkel quer durch die Republik für seine Ideen werben. „Ich werde überschwemmt von Bürger-Anfragen und von Anfragen halb-gegründeter Parteien“, berichtet der Wirtschaftsexperte. Für ihn ist klar: „Wenn es eine neue Partei mit einem akzeptablen Euro-Programm gibt, dann werde ich diese unterstützen“. Wichtig sind für Henkel dabei „mehr Bürgerbeteiligung“ und „das Parteienmonopol zu brechen“.

Gebrochen hat der Wirtschaftsmanager mit der Wirtschaftspartei FDP. „Über Jahre habe ich die FDP unterstützt“, betont Henkel, der auch zu Kanzlerin Merkel eine enges Verhältnis pflegte. „Aber mittlerweile ist die FDP unwählbar geworden“.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
Rufen Sie mich an:
0511/1612315
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.