Die Zeiten, in denen Richter Hans Siedenburg noch Gerechtigkeit walten ließ, Wahrheit suchte und Urteile fällte, sind vorbei. Seit Ende 2000 genießt der 69-Jährige mit Gattin Thea den Ruhestand.

Nach seiner Schulzeit am Willms-Gymnasium, begann der gebürtige Delmenhorster ein Jura-Studium mit den Stationen Kiel, Freiburg und Göttingen. Danach war er jahrelang für verschiedene Gerichte in Oldenburg und Wildeshausen tätig – Schwerpunkt blieb das Familiengericht. Ein denkwürdiges Jahr ist für ihn 1964: Thea wurde seine Frau und die beiden frisch Vermählten zogen nach Ganderkesee.

Noch immer „pflegt“ Hans Siedenburg die „Kontakte zu seinen alten Amtskollegen“, denn aus vielen beruflichen Beziehungen sind über die Jahre „gute Freundschaften“ geworden. „Ich finde es sehr interessant, die Entwicklung zu verfolgen: Wer kommt nach uns und wie geht es weiter?“

Dennoch habe er lange genug als Richter gearbeitet und sei froh, nun mehr Zeit für seine Hobbies zu haben.

Das Klavier im Wohnzimmer kommt wieder zum Einsatz, die zwei Enkelkinder in der Pfalz nehmen ihren Opa fürs Fußballspielen in Beschlag, und nebenbei bleibt auch noch Zeit fürs Hockeyspiel im Verein oder zum Lesen und Entspannen im heimischen Garten. Sehr viel „Arbeit, aber auch Freude“ macht dem 69-Jährigen die ehrenamtliche Tätigkeit als Vorsitzender des Schutzvereins für den Bürsteler Fuhrenkamp, die kleine Bäke und das Dummbäketal. Der Naturliebhaber setzt sich dort unter anderem für den Erhalt und die Pflege dieses „Kleinods“ ein. „Das Leben als Ruheständler wird eben niemals langweilig.“daz


Hans Siedenburg

Richter i. R.