Elsfleth - Die erste Phase der Sportentwicklungsplanung in Elsfleth ist abgeschlossen. Dr. Arne Göring präsentierte die Ergebnisse im Heye-Saal und überreichte die Expertise an die Bürgermeisterin Traute von der Kammer.

Durch die Sportentwicklungsplanung soll die Kommune auf die sich ändernden Bedingungen im Sport vorbereitet werden. Durch den demografischen Wandel wird sich auch in Elsfleth die Bevölkerungszusammensetzung verändern, was sich unmittelbar auf den Sport auswirken wird. Die Elsflether Vereine sind grundlegend mit ihrer Situation zufrieden.

Aus der Expertise lassen sich jedoch zwei maßgebliche Handlungsfelder für die Weiterarbeit ableiten. Zunächst empfiehlt Göring den Vereinen, stärker miteinander zu kooperieren. Die Installation eines regelmäßig zusammenkommenden „Runden Tisches“ sei eine geeignete Maßnahme, um eine Kommunikationsstruktur zu schaffen und Netzwerke zu bilden.

Außerdem empfahl er der Stadt, die Haushaltslage bezüglich eines Hallenneubaus zu prüfen und die Ergebnisse transparent zu machen. Denn das Sportforum hatte ergeben, dass die Vereine eine Erweiterung der Sportanlagen der Stadt als eine sehr wichtige Maßnahme einschätzen. Dennoch sollte kreativ in der Stadt nach neuen Sportstätten gesucht werden. Der Zuwachs der Bevölkerung im Seniorenalter und der Wunsch gesund alt zu werden, werde den Bedarf an Fitness- und Gesundheitssportangeboten enorm ansteigen lassen, hieß es.

Traute von der Kammer dankte allen Akteuren, die zur Expertise beigetragen hatten und betonte, dass alle Anwesenden die Aufgabe hätten, als Multiplikatoren zu fungieren, um alle mit ins Boot zu holen, die sich bisher von dem Projekt nicht angesprochen gefühlt hätten. Die Sportentwicklungsplanung solle als gemeinsamer Prozess begriffen werden, um sich gegenseitig eine Hilfe zu sein und um mit gemeinsamer Kraft die Ziele zu erreichen.


Im Sommer wird der Sportentwicklungsprozess in die Umsetzungsphase übergehen. Tiina Nagler vom Kreissportbund Wesermarsch und Matthias Janßen von der Sportregion Ammerland-Oldenburg-Wesermarsch werden den Umsetzungsprozess unterstützen.

Die lokalen Akteure der Steuerungsgruppe sind Wolfgang Böner als Vertreter der Stadt und Gudrun Ahrens als Ratsfrau. Als Vereinssprecher agieren Heinz-Hermann Buse und Kai-Uwe Seegers.