Wildeshausen - Mit seiner Anregung, die Beweidung auf dem Pestruper Gräberfeld auszuweiten bzw. flexibler zu gestalten, um so den Zustand der Heide zu verbessern, hat Schäfer Detlef Helmers am Sonnabend auch den Vorstand des Heimatvereins Düngstrup auf den Plan gerufen. Helmers hatte kritisiert, dass nicht abgefressene Gräser und Moos die Heide in einigen Teilbereichen erstickten (die NWZ berichtete). Eine höhere Anzahl von Schafen oder eine Verlängerung der derzeit laufenden Herbstbeweidung bis in den Winter hinein könne hier für Abhilfe sorgen.
Daraufhin nutzte der Vorsitzende des Heimatvereins Hergen Stolle gemeinsam mit den Vorstandskollegen Rolf Ellerhorst und Helmut Hogeback sowie dem Heimatvereinsmitglied und gleichzeitig Landschaftsbeauftragtem der Stadt Wildeshausen, Heiko Wittrock, die Gelegenheit, sich vor Ort zu informieren.
Mit dabei war auch der zuständige Revierförster der Revierförsterei Barnstorf, Heiner Brüning. Das Gräberfeld befindet sich im Besitz der Niedersächsischen Landesforsten, die somit auch für die Beweidung zuständig sind.
Brüning erläuterte den Besuchern, dass die Beweidung bis Anfang Dezember laufe und mit Schäfer Helmers hervorragend klappe. Für die Beweidung, die vor neun Jahren wieder eingeführt wurde, um die Gräser und das Moos auf dem Gräberfeld einzudämmen, bezahlt das Forstamt jährlich 10 000 bis 15 000 Euro. Hinzu kommt das Gehalt des Schäfers. Wie Forstamtsleiterin Regina Dörrie gegenüber der NWZ erläuterte, erhielt das Forstamt in diesem sowie im vergangenen Jahr für die Beweidung in dem Denkmal- und Naturschutzgebiet einen Zuschuss von je 5000 Euro von der Willers-Stiftung für Naturschutz. EU-Fördergelder fließen hingegen nicht.
Revierförster Brüning nutzte den Besuch des Heimatvereins, um sich ausdrücklich dafür zu bedanken, dass der Verein seinen Schafkoben zur nächtlichen Unterbringung der Moorschnucken zur Verfügung stellt. Ohne diesen Schutz vorm Wolf gäbe es auf dem Gräberfeld vermutlich keine Schafbeweidung mehr.
Die Beweidungsintensität sowie durchzuführende Maßnahmen, die zur Pflege und Entwicklung des Gräberfeldes beitragen, würden immer eng mit der zuständigen Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg abgestimmt, so der Förster abschließend.
