Eyhausen - Wenn Norbert Franke und seine Frau Renate aus ihrer Wohnung in einem der Hügelhäuser Am Delf zu ihrem Auto gehen, gleicht das im Moment einer Rutschpartie. Nasses Laub liegt zwischen den Autos. „Bei Schnee oder Eis wird es ganz schlimm“ sagt Franke, der von einigen Stürzen berichtet, die Bekannte und Nachbarn erlitten hätten. Fast noch schlimmer findet er den Fußweg zwischen dem Parkstreifen und dem Stadion-Gelände. Auch dort jede Menge nasses Laub.
Als dann auch noch die Großbaustelle an der Einmündung zur Eyhauser Allee und der Neubau der Brücke über die Aue kamen, fühlte sich das Ehepaar Franke endgültig eingesperrt.
Die 74-jährige Renate Franke ist auf einen Rollator und auch auf Sauerstoffflaschen angewiesen. Je 10 Kilo wiegen die, zwei hat sie immer dabei. Schon ohne Schneehaufen an den Straßenrändern ist ein Fußweg damit beschwerlich. Sich damit an Baustellen vorbei auf die Straße zu wagen, macht ihr Angst.
Norbert Franke wandte sich per Brief an die Verwaltung, schilderte die Probleme mit den Baustellen und dem Laub. Als Antwort erhielt er eine kurze Notiz von Karl-Heinz Bischoff, Leiter des Tiefbau- und Grünflächenamtes. Die Brückenbaustelle sei inzwischen abgeschlossen, stand darin. „Das hatte ich selbst bemerkt“, sagt Franke. Ihn ärgere, dass die Gemeindeverwaltung seine anderen Probleme ignoriert und zudem sehr langsam reagiert habe.
Die Reaktionszeit sei zum Teil der Postlaufzeit geschuldet, sagte Bischoff am Montag auf Nachfrage der NWZ. Zudem sei ihm nicht klar gewesen, auf welche Parkflächen Franke sich bezog. Bischoff räumt ein, dass die Reinigung des Parkstreifens vor den Hügelhäusern schwierig sei. Da diese eigentlich ständig belegt seien, erfordere die Reinigung viel Aufwand und Vorlaufzeit – die normale Straßenreinigung habe hier keine Chance.
Dennoch werde einmal jährlich gereinigt, sagt Bischoff. Und dann solle natürlich auch immer der Fußweg mit vom Laub befreit werden. Franke dagegen meint, der Weg sei seit Jahren nicht gereinigt worden.
Dass dieser Weg tatsächlich regelmäßig genutzt werde, sei ihm allerdings neu, so Bischoff. Es stehe ja ein Fußweg auf der anderen Seite, direkt bei den Hügelhäusern zur Verfügung. Bischoff sagte aber zu, sich mit Franke in Verbindung zu setzen und mit ihm gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.
