Frankfurt - Sparer müssen weiter auf höhere Zinsen warten: Die Europäische Zentralbank (EZB/Frankfurt) hält vor der Stichwahl in Frankreich an ihrem Billiggeld-Kurs fest. Der Rat der Notenbank beließ den Leitzins in der Eurozone am Donnerstag wie erwartet auf dem Rekordtief von null Prozent.

Hoffnungen auf ein baldiges Ende der ultralockeren Geldpolitik machten die Währungshüter nicht. Zwar seien Deflationsgefahren fast verschwunden, die Preisentwicklung brauche aber weiter Unterstützung durch die Geldpolitik, sagte EZB-Präsident Mario Draghi. Die Erholung im Euroraum habe sich verstetigt, „sie ist breit und solide“. Doch es blieben Risiken.

Parken Finanzinstitute überschüssiges Geld bei der EZB, müssen sie dafür nach wie vor 0,4 Prozent Strafzinsen zahlen. Zugleich kauft die Notenbank monatlich Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Milliardenvolumen.