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Bildungszentrum Lutherstift: Trotz Krise Hoffnung auf gute Perspektive

Karsten Kolloge

FALKENBURG - Einen bitteren Brief werden die Mitarbeiter des Lutherstiftes Ende November im Postkasten finden – die Kündigung. Denn nach dramatischen Rückgängen bei den Teilnehmerzahlen hat sich das Bildungszentrum zu einem radikalen Schnitt entschlossen. Doch Geschäftsführerin Dr. Edith Aschenbrenner appelliert, nicht vorschnell schwarz zu sehen: Die Kündigung der 15 Festangestellten und zehn Teilzeitkräfte sei zunächst „als Formalität“ zu werten. Denn es gebe begründete Hoffnung, dass es weiter geht – allerdings anders.

Probleme mit Seminaren

Ursächlich für die aktuelle Schieflage des Hauses ist ein Einbruch bei den hauseigenen Seminarangeboten – einem der drei Standbeine der „Lutherstift in Falkenburg gGmbH“. Während das erste Halbjahr noch „optimistisch stimmend“ verlaufen sei, habe man im zweiten Halbjahr wegen der geringen Teilnehmerzahlen von 38 Seminaren 34 absagen müssen, berichtete die Geschäftsführerin.

Für den negativen Trend sieht Edith Aschenbrenner zwei Gründe. Erstens würden bundesweit Rückgänge in der Weiterbildung verzeichnet. Zweitens seien einzelne Referenten in Ruhestand gegangen – weil aber „Seminararbeit ein hoch personengebundenes Geschäft“ sei, wären Teilnehmer daher weggeblieben.

„Gut“ seien die Zahlen für die beiden anderen Tätigkeitsfelder des Lutherstiftes (Beleghaus-Betrieb und Nutzung für Feiern/Feste). Doch das reiche nicht aus, 2012 eine Kostendeckung zu erreichen.

„Ergebnis noch dieses Jahr“

Die Geschäftsführerin sieht indes eine andere Perspektive: Eine (nicht kirchliche) Interessentengruppe aus Bremen „mit Nähe zu Kranken-/Altenpflege“ suche einen Ort zur Qualifizierung von Pflegekräften und habe sich dabei für das Lutherstift erwärmt.


„Wir steigen jetzt in die Verhandlungen ein“, sagte Edith Aschenbrenner. Viele Modelle seien denkbar. So könne die Interessengruppe der dritte Gesellschafter werden (neben Rotenburger Werken und Diakoniekonvent), auch ein Kauf oder eine Regelung auf Pacht-Basis sei möglich.

Die Geschäftsführerin rechnet damit, „dass wir noch in diesem Jahr zu einem Ergebnis kommen“ – einem „sehr guten Ergebnis“, wie sie ergänzte

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