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Lutherstift Rettendes Ufer offenbar schon in Sichtweite

Karsten Kolloge

FALKENBURG - Allen Unkenrufen zum Trotz: Das von einem dramatischen Rückgang der Teilnehmerzahlen gebeutelte Bildungszentrum „Lutherstift Falkenburg“ hat offenbar gute Überlebens-Chancen – allerdings mit einem veränderten Tätigkeitsfeld. Nach einer zweiten Verhandlungsrunde mit der „Residenz-Gruppe Bremen“ zeigte sich Lutherstift-Geschäftsführerin Dr. Edith Aschenbrenner vorsichtig optimistisch, dass die Rettung gelingen könne: „Sehr positive Ergebnisse“ seien bis dato erzielt worden. „Wir haben aufgeatmet“.

Angesichts der prekären Lage hatte die „Lutherstift in Falkenburg gGmbH“ Ende November allen 15 Festangestellten und zehn Teilzeitkräften gekündigt. Allerdings: Schon damals hatte die Geschäftsführerin an ihre Kollegen appelliert, den bitteren Brief zunächst eher als „Formalität“ zu sehen. Es gebe begründete Hoffnung, dass es weiter gehe – mit einer „Interessentengruppe aus Bremen“, die einen Ort zur Qualifizierung von Pflegekräften suche.

Am 6. Dezember, so berichtete Edith Aschenbrenner, habe es eine erste Verhandlungsrunde mit dieser „Interessentengruppe“ gegeben – eben der „Residenz-Gruppe Bremen“ (siehe Kasten unten) mit deren geschäftsführendem Gesellschafter Rolf Specht. Dabei habe man zunächst einen groben Rahmen abgesteckt. Eine dreiköpfige Delegation (je ein Mitglied der Rotenburger Werke und des Diakoniekonvents Falkenburg als Gesellschafter sowie die Geschäftsführerin) verhandele.

Ein zweites Treffen schloss sich am 22. Dezember an. „Sehr positiv überrascht“ sei sie von dem Ergebnis, sagte Aschenbrenner. Das Interesse sei ernsthaft, man habe „einen großen Schritt“ gehen können. Sie hoffe, dass man noch im Januar 2012 gemeinsam Nägel mit Köpfen machen könne.

Rolf Specht sagte, er habe einen sehr guten Eindruck vom Lutherstift gewonnen. Die Einrichtung „strahlt eine gewisse Ruhe aus“. Denkbar sei, hier ein breites Spektrum an Qualifizierungen anzubieten und bereits in Falkenburg bestehende Angebote beizubehalten. Gleichzeitig gelte es, die wirtschaftliche Tragfähigkeit zu erreichen. Die Residenz-Gruppe sei an einer Übernahme interessiert.


Die Residenz-Gruppe

Bremen entstand 1988, als der heutige geschäftsführende Gesellschafter Rolf Specht sowie weitere Initiatoren die erste Pflegeeinrichtung „Haus Rotbuche“ in Bremen-Arsten errichteten und selbst betrieben. Das sei Neuland gewesen, da es einen privaten Pflegemarkt quasi noch nicht gegeben habe.

Bis heute

hat die Residenz-Gruppe nach eigenen Angaben mehr als 50 Bauvorhaben im gesamten Bundesgebiet verwirklicht. Darunter seien 23 durch die eigene Trägergesellschaft „Senioren Wohnpark Weser GmbH“ geführte Wohnparks. Anfang 2010 habe das Unternehmen den 1100. Mitarbeiter eingestellt.
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