Ganderkesee - Bald schon ist Weihnachten, Kribbeln im Bauch – heißt es in einem deutschen Adventskinderlied. Um die Wartezeit ein bisschen zu verkürzen und sich die vorweihnachtliche Zeit zu versüßen, hängen sie ab dem 1. Dezember wieder an vielen Wänden: Adventskalender. Die Formen des beliebten Kalenders sind dabei ganz verschieden. Ob gekauft oder selbst gebastelt, ob aus Holz, Papier oder Plastik – eigentlich gebe es nichts, was es nicht gibt, meint Bastelexpertin Susanne Piero.
In ihrem Bastelladen „Tüdelkrams“ in Ganderkesee beschäftigt sie sich berufsmäßig mit dem Thema Adventskalender. „Im Trend sind in diesem Jahr sowohl bei der Weihnachtsdekoration als auch bei den Kalendern die Farben grün, silber, blau und pink“, sagt sie.
Leichte Herstellung
Möglichkeiten, wie man einen Adventskalender schnell und schön basteln kann, kennt sie viele. „Zum Beispiel kann man einfach Butterbrottüten nehmen und da ausgestanzte Zahlen aus Pappe darauf kleben“, erklärt die Bastelexpertin. Die Zahlen kann man zusätzlich auch auf Baumscheiben kleben. „Ich würde die Säckchen dann vor einen Holzengel oder eine andere Figur legen“, rät Piero. So entstehe eine schöne Adventskalender-Landschaft.
Kalender für Männer
Eine weitere ganz einfache Bastelmethode sind Faltboxen in Weihnachtsmann-Optik. „Dazu nimmt man ein festes DIN A-4-Blatt, halbiert es in der Länge und knickt alle vier Ecken ab“, so Piero. Dann faltet man das Blatt in der Mitte zusammen und schon entsteht eine Box, „die dann mit einem Band zusammengehalten wird“. Vorne wird ein Weihnachtsmanngesicht angeklebt, Nummer drauf, fertig. Auch Pappkaffeebecher können, laut Piero, einen optisch ansprechenden Kalender abgegeben.
„Die Adventskalender müssen aber gar nicht so aufwendig gestaltet werden“, erklärt sie. Einen Tipp hat sie diesbezüglich auch für Männer: „Eine Bierkiste mit 24 Flaschen kann auch weihnachtlich beklebt werden, die Flaschen kann man entweder mit Stoffhussen oder Zahlen versehen“, sagt sie. Fertig ist der Männer-Kalender.
Wer keine Zeit zum Basteln hat, braucht auch in diesem Jahr nicht auf Adventskalender zu verzichten. In den Supermärkten stapeln sich die verschiedenen Angebote. In allen Preisklassen (von 0,75 Euro bis 29,90 Euro) ist ebenso etwas dabei, wie für die verschiedenen Geschmäcker (von Schokolade bis Fruchtgummi). Nicht nur Leckermäulchen kommen vor Weihnachten auf ihre Kosten. Besonders für Kinder gibt es auch Kalender verschiedener Firmen mit Spielzeugen. Junge soll in den Regalen eher Plastikspielzeug im Mittelalterstil ansprechen, für Mädchen gibt es Spielzeug in Pink und Lila.
Für pragmatische Adventskalender-Fans gibt es auch die 24 Teelichte mit Ziffern für ein gemütliches Zuhause.
Täglich neue Aufgaben
Einen besonderen Tipp für alle, die nicht täglich Süßigkeiten ernten wollen, hat Susanne Piero auch parat: ein Rubbellos-Kalender. „Dazu vermischt man Acrylfarbe mit Spülmittel und trägt die Paste auf Windradfolie auf“, erklärt sie. Unter der Folie stehen dann auf Papier geschriebene kleine Nachrichten oder Tagesaufgaben, „ein Weihnachtsbummel oder Plätzchenbacken vielleicht“, schlägt Piero vor. Dann fällt das Warten auf Weihnachten auch nicht mehr so schwer.
