FEDDERWARDERSIEL/BERLIN - Sowohl der Generalsekretär des Deutschen Fischereiverbandes, Dr. Peter Breckling (Hamburg), als auch der Präsident des Verbandes und SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Ortel haben in Pressemitteilungen ein positives Fazit eines Gespräches in Berlin gezogen.

Kutterfischer aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern waren auf Ortels Initiative nach Berlin gereist, um mit der Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium, Karin Roth, über die Umsetzung der neuen Schiffssicherheitsrichtlinie für Kutter unter 24 Meter zu beraten.

Auch die Fischer in Fedderwardersiel sehen – wie die NWZ berichtete – in diesen und anderen neuen Vorgaben existenzbedrohende Hemmnisse.

Laut Holger Ortel sind bei dem Gespräch in Berlin jetzt „in pragmatischer Weise Lösungen gefunden worden“. Generalsekretär Breckling: „Ausschlaggebend für diesen Erfolg der Fischer waren die überzeugenden Sachargumente und die breite Unterstützung von Bürgermeistern aus den Sielorten.“

Laut Pressemitteilung von Ortel und Breckling gab es diese Gesprächsergebnisse:


In Fragen der Kenterstabilität von Kuttern sollen Lösungen für den jeweiligen Einzelfall gesucht werden. Im Zweifelsfall soll es Beschränkungen von Fahrtgebiet und Einsatzbedingungen bei Starkwind geben. Die Staatssekretärin wird so zitiert. „Vorrang hat dabei, die Fahrzeuge mit individuellen Regelungen in Betrieb zu halten und nicht stillzulegen oder kostspielig zu verlängern.“

Hinsichtlich der geforderten Brandschutzanzüge sollen Experten nach Alternativen bei der Brandbekämpfung auf Kuttern suchen. Dazu soll in wenigen Monaten ein weiteres Gespräch geführt werden.

Auch für den vorgesehenen Überlebensanzug soll nach gleichwertigem Ersatz gesucht werden. Bis dahin braucht niemand die Ausrüstung zu beschaffen.

Kompromissbereitschaft gibt es laut Pressemitteilung von Holger Ortel und Peter Breckling ebenso in Sachen Funk-Reichweite und bezüglich der Unterhaltung von Funkausrüstung und Rettungsinseln.