FEDDERWARDERSIEL - FEDDERWARDERSIEL - Erleichterung Sonnabend-Mittag auch bei Peter von Häfen, dem Geschäftsführer der Butjadinger Fischereigenossenschaft, nach den heftigen Schauern des Vormittags: „Auch ich habe gedacht, jetzt erleben wir einen Reinfall. Aber das Wetter spielt doch noch gut mit. Jetzt ist es trocken.“

Hinter den Wolken kam sogar die Sonne hervor. Der Geschäftsführer freute sich auch darüber, dass bei den Kutter-Gästefahrten keine Hektik aufkam, weil sie wegen des im Vergleich zum Vorjahr früheren Hochwassers bereits um 13 Uhr beginnen konnten.

Die Bilanz des gesamten, dreitägigen Volksfestes der 34. Krabbenkutter-Regatta in Fedderwardersiel fiel ebenfalls erfreulich aus.

Wie in den Vorjahren dürfte laut Peter von Häfen eine Gesamtbesucherzahl von etwa 20 000 erreicht worden sein. 2000 von ihnen nutzten am Sonnabend die Möglichkeit, mit an Bord der Kutter zu gehen. „Auch unsere Parkplatz-Engel haben wieder gut gearbeitet. Ohne die zusätzlich ausgewiesene Weide hätten wir bei weiterem Regen große Probleme bekommen, weil eine Weide bereits arg strapaziert worden war“, so Peter von Häfen.

Gekommen war auch der Seenotrettungskreuzer „Hermann Rudolf Meyer“ aus Bremerhaven. Viele Regatta-Besucher gingen an Bord, sahen sich die moderne Technik an.


Etwa 20 schmucke kleine Schiffe hatten zehn Mitglieder des Schiffsmodellclubs (SMC) Nordenham samt Mini-Hafenbecken mitgebracht. Während des ganzen Sonnabends sei das Interesse der Besucher groß gewesen und Kinder hätten gerne die Möglichkeit genutzt, einmal selbst ein Modellschiff zu steuern, sagte 2. Vorsitzender Klaus Behrens der NWZ .

• Die eigentliche Wettfahrt der Kutterregatta am Sonnabend brachte eine Überraschung: Fischer Söhnke Thaden übergab das Steuer des Kutters „Christine“ (FED 4) an seinen Vater Harry – „weil er die Kurven besser nehmen kann.“

• Siehe dazu den ausführlichen Bericht auf der Seite „Region“, Seite 19.

• So holten sich die Thadens das Blaue Band für den schnellsten Kutter. Zweiter: Manfred Wefer aus Burhave mit „Rubin“ (FED12). Dritter: Michael Peters aus Wremen mit „Apollo“ (WRE 1).

Der „Schumi vom Siel“, Dirk Schmidt aus Burhave, fuhr etwas zurückhaltend, erreichte nur den vierten Platz. Im Vorjahr hatte ein Kolbenklemmer seinen Kutter „Bianca“ (FED 9) auf den letzten Rang zurückfallen lassen.

• Die Stärke der Motoren und der Tiefgang der Krabbenkutter sind sehr unterschiedlich. Im flachen Wasser des Wattenmeeres vor Fedderwardersiel können sich zudem größere Schiffe eher festsaugen. Auch kommt es auf die Bauart des Rumpfes und die Auslegung der Schiffs-Schrauben an. Die Chance, als schnellster ins Ziel zu kommen, haben daher bei Ausschöpfung aller Leistungsreserven keineswegs alle Kutter.

Deshalb gibt es neben dem Blauen Band für das schnellste Schiff auch einen Regattasieger, der durch das Los ermittelt wird. Die auf ihn folgenden Platzierungen erreichen die Schiffe, die der Zeit am nächsten kommen, die dieser ausgeloste Kutter bei der Wettfahrt gefahren ist.

Das Los entschied diesmal für den Krabbenkutter „Orion“ (FED 1) von Ralf Paris aus Burhave. Zweiter Sieger: Dirk Ostendorf aus Burhave mit „Seestern“ (FED 2). Dritter: Wolfgang Peters aus Wremen mit seinem Kutter „Wremen“ (WRE 4). Diese Regattasieger freuten sich sehr über die von der NWZ gestifteten Pokale.

• Zehn Krabbenkutter nahmen an der 34. Regatta in Fedderwardersiel teil, sieben mit Heimathafen Fedderwardersiel, zwei aus Wremen und einer aus Varel. Neben den breits genannten waren das:

„Venus“ (FED 3) mit Karl-Heinz Schröder aus Fedderwardersiel, „Edelweiß“ (FED 10) mit Torsten Rambow aus Fedderwardersiel sowie „Hein Godewind“ (VAR 6) mit Hans Schröder aus Varel.