FEDDERWARDERSIEL -
Redaktion Nordenham
FEDDERWARDERSIEL - Ein Kolbenklemmer hatte seinen Kutter „Bianca“ mit der Ferrari-Flagge zurückfallen lassen. So landete der „Schumi vom Siel“ vor einem Jahr bei der 33. Krabbenkutter-Regatta in Fedderwardersiel (Kreis Wesermarsch) abgeschlagen auf dem letzten Platz. Am morgigen Sonnabend, bei der 34. Wettfahrt der über die Toppen geflaggten Schiffe, will es der Butjadinger Fischer Dirk Schmidt (39) wieder wissen.Fünfmal in Folge hatte Schmidt das Blaue Band für den schnellsten Kutter geholt. Morgen geht seine „Bianca“ mit neun weiteren Krabbenkuttern an den Start. Alle nehmen Gäste mit an Bord. Während einer dieser Fahrten – in der Zeit von 13 bis etwa 17 Uhr – wird dann die Wettfahrt gestartet.
Seine Chancen, diesmal wieder der Schnellste zu werden, schätzt Dirk Schmidt eher verhalten ein: 50 zu 50. „Ich möchte nicht ganz so hochtourig fahren. Der 1987 gebaute 300-PS-Motor meines 31 Jahre alten Holzkutters wird nicht jünger.“
Bereits heute, Freitag, entscheidet sich, welcher Fischer morgen die Poleposition einnehmen darf: alle zehn pulen mit bei der 21. Niedersächsischen Granatpulmeisterschaft (ab 16 Uhr im Festzelt). Gegen Weltrekordhalterin Margret Hahnel werden sie zwar wieder keine Chance haben. Torsten Rambow schälte sich als bester Fischer im Vorjahr freilich auf Rang 7 in der Gesamtwertung vor (133 Teilnehmer) und sicherte sich die Poleposition für die Regatta 2004. In 20 Minuten pulte er 268 Gramm Krabbenfleisch. Der 2002 von Margret Hahnel in Fedderwardersiel aufgestellte Weltrekord liegt bei 541 Gramm.
Heute gibt es im Kutterhafen Fedderwardersiel zudem eine Regatta der ganz anderen Art: Zwölf Papierboote demonstrieren ab 14 Uhr im Wettbewerb nicht nur ihre Schnelligkeit, sondern auch ihre Schönheit.
