„Schüler stehen dicht an dicht“ Ð  vom 10.September 2011

In diesem Artikel wird die katastrophale Schülerbeförderung beschrieben. Diesen Ärger gibt es seit ich denken kann. Ich bin von 1966 bis 1972 mit dem Bus nach Bad Zwischenahn zum Gymnasium gefahren. 1966 wurden wir mit einem Kleinbus abgeholt. In die hintere Reihe kamen sechs Kinder wo eigentlich nur fünf Plätze waren. Die anderen Reihen bestanden aus links zwei Plätzen, rechts ein Platz, in der Mitte ein Platz zum hineinklappen. Auch diese Reihen wurden mit fünf Personen besetzt. Ab dem darauffolgendem Jahr fuhren wir mit einem großen Bus. Beim Gymnasium wurde gedrängelt, um überhaupt einen Sitzplatz zu bekommen. Die Zweier-Bänke wurden überwiegend mit drei Kindern besetzt. Im Mittelgang standen die Schüler von vorne bis hinten und es wurde noch nachgeschoben um noch mehr Schüler mitzubekommen. Umfallen konnte man nicht, so viele Schüler standen im Gang. Beschwerden der Eltern nützten nichts; die Ausreden waren dieselben wie heute. Ca. zehn Jahre später habe ich dasselbe Dilemma mitbekommen, als meine jüngere Schwester zum Gymnasium nach Bad Zwischenahn gefahren wurde. Ich war auf einem Elternabend anwesend, an dem genau dieselben Sätze gefallen sind wie heute. Ich bin seit einigen Jahren aus beruflichen Gründen viel in Schulen im gesamten Weser-Ems-Gebiet und erlebe dieses Dilemma jeden Tag. Ich vermute den Fehler bei der Bezahlung der Unternehmen. Entweder bekommen die Busunternehmen zu wenig Geld oder sie wollen unbedingt sparen. Ich bin der Meinung, hier muss angesetzt werden. Es muss doch möglich sein, einen Fehler nach über 40 Jahren zu beheben.

Brunhild Assmann, Friesoythe