Keine Zeit für den gemütlichen Teil des Abends hatte am Sonnabend bei der 4. Unternehmergala für die Region Friesland-Wilhelmshaven-Wittmund in Jever Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. „Ich bitte um Verständnis, wenn ich etwas früher fahre“, sagte er. Er habe seine Frau eine ganze Woche lang nicht gesehen und müsse am Sonntag noch zu einem Neujahrsempfang in Hannover und dann weiter nach Berlin, wo er Gast in der Talkshow von Sabine Christiansen sei. Heino Meenken vom Autohaus Rosier versuchte, den Regierungschef dennoch zum Bleiben zu überreden: „Sie haben sicherlich öfter die Gelegenheit, bei Frau Christiansen aufzutreten, als mit uns in Jever einen draufzumachen.“
Heino Meenken war nicht nur Gast der Gala, sondern auch in offizieller Mission unterwegs. Als Vertreter des Wirtschaftsförderkreises Harlingerland zeichnete er den Bäcker, Fleischer und Berufsschullehrer Hans-Ludwig Janßen aus Wittmund für dessen Engagement in Sachen Ausbildung aus. Janßen, der übrigens 1972 die deutsche Olympiamannschaft in München bekocht hat, habe für viele neue Ausbildungsstellen im Harlingerland gesorgt. Als Dank gab es einen Gutschein für ein Luxus-Wochenende – inklusive Anfahrt im Mercedes-Cabrio.
Maritim blieb Rüdiger Nietiedt, Präsident des Allgemeinen Wirtschaftsverbandes Wilhelmshaven-Friesland, in seinem Grußwort zur Unternehmer-Gala. Er schenkte Christian Wulff ein von dem Wilhelmshavener Künstler Hartmut Wiesner gestaltetes Schlepper-Modell aus Bronze. Das Modell solle ihn auf seinem Schreibtisch in Hannover regelmäßig an die Hoffnungen der Menschen in dieser Region erinnern. „Seien Sie unser Hochseeschlepper-Kapitän, der sich das riesige Containerschiff Jade-Weser-Port und im Schlepp die großen Industrieerweiterungen, aber auch die Ertüchtigung der Bahn auf den Haken nimmt und mit großer Kraft den Verband durch stürmische See und kabbeliges Fahrwasser unbeirrt in den sicheren Zielhafen führt“, sagte Nietiedt an die Adresse des Regierungschefs.
Wulff freute sich in Jever besonders über das Wiedersehen mit der Sander Unternehmerin Angelika Reichelt, die ebenfalls Gast der Unternehmer-Gala war. Sie hatte beim bundesweiten Wettbewerb „Mutmacher der Nation“ im vergangenen Jahr den zweiten Platz belegt. Bei der Preisvergabe in Berlin war Wulff auf die Erfolgsgeschichte der Firma Reichelt Elektronik aufmerksam geworden. „Sie haben ein Geschäft mit Schulden übernommen und daraus einen profitablen Elektronikhandel mit 220 Mitarbeitern gemacht“, sagte Wulff. Das sei eine exemplarische Erfolgsgeschichte aus dem Mittelstand der Region.
Als Quiz-Kandidaten haben Gerold Ehmen und Kurt Meschter (ovales Bild), Schwiegersohn und -vater aus Jever und Wilhelmshaven, in der ARD-Sendung „Quiz mit Jörg Pilawa“ gepunktet. Die Sendung wird am Dienstag, 2. Februar, und am Mittwoch, 3. Februar im Vorabendprogramm im Ersten ausgestrahlt. Wie viel die beiden gewonnen haben, hält der Sender bis zur Ausstrahlung Anfang Februar geheim.
In Klausur zum Thema „Energiepolitik“ ging der CDU-Landesverband Oldenburg am Wochenende in Horumersiel. Die Tagung Anfang Januar hat bereits Tradition und geht auf eine Einladung der Hohenkirchener Landtagsabgeordneten Inse-Marie Ortgies zurück. „Hier an der Küste sind wir ganz ungestört – und keiner kommt abends nach Sitzungsschluss auf die Idee, noch nach Hause zu fahren“, begründete Landesverbandsvorsitzender Manfred Carstens die Ortswahl. Schließlich diene das Treffen nicht nur der politischen Arbeit, sondern auch der Geselligkeit – und die wurde abends an der Hotelbar des Alten Zollhauses von
Arno Meents gepflegt. An dem Treffen nahmen auch Kultur-Minister Lutz Stratmann (Oldenburg) und die Bundestagsabgeordneten Hans-Werner-Kammer (Zetel) und Thomas Kossendey (Edewecht) teil. Gastredner war der EWE-Vorstandsvorsitzende Dr. Werner Brinker.
Gemordet wurde im Heimatmuseum in Friedeburg – wenn auch nur verbal. Die Autoren Annegret Neunaber (Etzel), Regine Kölpin (Neustadtgödens), Manfred C. Schmidt (Esens) und Christiane Franke (Wilhelmshaven) sorgten mit ihren humorig-sarkastischen und tiefgehenden Krimis für beste Unterhaltung. Im nächsten Jahr, so versprachen die Veranstalter, werde es zu Wiederholungstaten kommen. Wer allerdings nicht so lange warten möchte, hat am 3. Februar die Gelegenheit, Kölpin, Schmidt und Franke ab 20 Uhr im Lokschuppen in Jever zu hören, wo sie von der Bluesband Double Double U begleitet werden.
