Harpstedt - „Witterung und politische Verhältnisse haben uns in 2013 in ein Jahr der Wechselbäder geschickt.“ Mit diesen Worten eröffnete der 1. Vorsitzende des Maschinenrings Harpstedt, Ralf Volkmer, am Dienstagabend im „Charisma“ in Harpstedt die 47. Generalversammlung.
„Felder und Wiesen haben wir in den zurückliegenden zwölf Monaten manches Mal mit bangen Blicken in Augenschein genommen“, betonte Volkmer in seinen Jahresrückblick.
Mit der neuen Landesregierung in Niedersachsen sei auch die Agrarwende angekündigt worden. „Inzwischen hat die vollmundige Ankündigung das beschönigende Adjektiv ,sanft‘ erhalten“, so der Vorsitzende. Filtererlass für Stallungen und Güllekataster hätten für Verärgerung gesorgt, aber auch gezeigt, dass die Bauern überwiegend verantwortungsvoll arbeiten. Volkmer: „Im Übrigen sind so manche Forderungen nach mehr Transparenz längst gute fachliche Praxis und Aufzeichnungen entsprechend vorhanden.“
Wie es auf den Höfen tatsächlich aussieht, könne beim zehnten „Tag des offenen Hofes“ gezeigt werden. „Wir wollen unseren Kindern und Hoferben sowie den jungen Menschen, die ihr Herz ganz neu für die Landwirtschaft entdecken, solide Perspektiven aufzeigen. Landwirtschaft ist eine Zukunftsbranche“, ist sich Volkmer sicher.
Geschäftsführer Rolf Breitenbach stellte die Eckdaten in seinem Bericht vor. Gegenüber 2012 ergab sich ein Plus von 6235 Euro. Während im Vorjahr ein Verrechnungswert von 18 045 Euro zu Buche schlug, betrug dieser in 2013 24 281 Euro. Je landwirtschaftlichen Betrieb bedeutete das im Durchschnitt eine Steigerung von 184 Euro auf 247 Euro.
Der Bestand der Maschinenringmitglieder betrug am 31. Dezember des vergangenen Jahres 109. Drei Zugängen standen vier Abgänge gegenüber. Im Maschinenring Harpstedt sind 98 landwirtschaftliche Betriebe, fünf Lohnunternehmen, zwei Genossenschaften und vier fördernde Mitglieder organisiert.
In seinem bebilderten Jahresrückblick berichtete Breitenbach von den Wetterbedingungen. Im Winter 2012/13 habe es 36 Tage mit Schneefall gegeben. Im aktuellen Winter nur zwölf Tage. 35 Frosttagen ständen jetzt 32 gegenüber. „Der Winter 2013/2014 war rund drei Grad wärmer als in anderen Jahren“, so der Geschäftsführer.
Im Rahmen der notwendigen Vorstandswahlen erhielt Gerhard Gaumann erneut das Vertrauen der erschienenen Landwirte.
Zum Abschluss hielt Michael Döpkens von Landmaschinen Schröder in Twistringen zum Thema „Parallelfahrsysteme in der Praxis – Funktion, Anwendung und Nutzen“ einen interessanten Vortrag. Döpkens war für Jan Lossie eingesprungen, der aus Krankheitsgründen kurzfristig absagte.
