Harpstedt - Ein Schnitt und der schwere Stamm der alten Pappel wird von der großen Maschine sanft zu Boden getragen. Am Mittwoch wurde an der Einmündung Schulstraße/Am Langen Moor in Harpstedt zu einer Baumfällaktion schwere Maschinerie aufgefahren. Ein Feldkran von einer Firma aus dem Taunus, wie er nur dreimal europaweit im Einsatz ist, rückte an, um die Pappeln wieder auf eine ungefährliche Höhe zu stutzen.

Am vergangenen Wochenende wurden bereits im Bereich der Harpstedter Schulen Bäume gekürzt. Bauamtsleiter der Samtgemeinde Harpstedt, Jens Hüfner, sprach von jährlich wiederkommenden Maßnahmen: „Diese Arbeiten müssen wir vor der Brut- und Setzzeit erledigen.“ In den nächsten Wochen werde es auch an anderen Stellen in der Samtgemeinde noch Baumfällarbeiten geben, erklärt Hüfner.

Den Kontakt zur Firma aus dem Taunus hatte Jörn Schmidt vom Bremer Landschaftsbauunternehmen Grönloof für die Samtgemeinde hergestellt. „Dieser Feldkran wird bei Großbaumfällungen hinzugezogen. Besonders wenn auf einem sensibelen Umfeld gearbeitet wird, ist der Einsatz des Feldkrans sinnvoll“, erklärte Schmidt. Der Feldkran kann bei entsprechender Auslage in bis zu 25 Metern Höhe in den Baumkronen arbeiten. In dieser Höhe können bis zu einem Meter dicke Baumstämme gefahrlos durchtrennt und auf den Boden abgelegt werden.

So auch in Harpstedt. Ohne den Feldkran wären die Arbeiten Am Langen Moor nur mit komplizierten Bühnen- oder Klettertechniken möglich gewesen. Denn wenn die schweren Baumstämme und Äste aus den luftigen Höhen auf Straßen oder Nachbargärten fallen würden, wären erhebliche Schäden die Folge. „Aus dieser Höhe entwickeln die fallenden Baumstämme so viel Energie, da würden selbst auf der asphaltierten Straße Löcher entstehen“, sagt Schmidt.

Der Feldkran wird aber nicht nur in Harpstedt zum Einsatz kommen. In den nächsten Wochen wird die Spezialmaschine im gesamten norddeutschen Raum bei weiteren schwierigen Baumfällarbeiten eingesetzt.

Lars Puchler
Lars Puchler Redaktion Lokalsport Ammerland