Tossens - Christoph Muth wird vermutlich bald in den Genuss einer hochwertigen Flasche französischen Rotweins kommen. Der Chef von Center Parcs Nordseeküste hat mit Frédérique Schlenker um die Flasche Wein gewettet, dass der geplante Verkauf der 345 Ferienimmobilien in Tossens weniger Zeit als die angepeilten zwei Jahre in Anspruch nehmen wird. Die Immobilien-Verkaufsleiterin von Center Parcs hatte dagegen gehalten. Nach dem aktuellen Stand der Dinge dürfte sie die Wette verlieren.

Die 345 Ferienhäuser und Appartements gehören beziehungsweise gehörten der Ferienpark-Holding Timeless, hinter der eine holländische Familie steckt. Center Parcs betreibt die Anlage, hat mit der Holding aber einen Vertrag abgeschlossen, der vorsieht, dass die Immobilien an Privatinvestoren veräußert werden. Ein Teil des Verkaufserlöses soll in eine grundlegende Renovierung der Ferienhäuser und Appartements sowie auch des Zentralbereichs von Center Parcs Nordseeküste reinvestiert werden – insgesamt 14 Millionen Euro (NWZ  berichtete).

Am 21. November hatte Center Parcs den offiziellen Startschuss für den in drei Abschnitte unterteilten Verkauf der 248 Ferienhäuser und 97 Appartements gegeben. Jetzt zogen Christoph Muth und Frédérique Schlenker eine erste Zwischenbilanz. Und die fällt äußerst positiv aus.

Aktuell sind laut Christoph Muth, der zurzeit viel Zeit beim Notar verbringt, um Beurkundungen vornehmen zu lassen, 110 Immobilien fest verkauft. Weitere 100 Interessenten hätten sich über Partner von Center Parcs – Immobilienmakler, Banken, Versicherungen – Optionen gesichert. Damit seien im Abschnitt 1 und 2 bereits mehr als 85 Prozent der Ferienhäuser und Appartements veräußert oder reserviert. „Es läuft sehr gut“, bestätigt Frédérique Schlenker. Sie sei überrascht, dass es mit dem Verkauf so schnell voran geht, sagt sie.

Die Preise für die Appartements beginnen bei 46 000 Euro. Die in die drei Kategorien Comfort, Premium und VIP unterteilten Ferienhäuser sind ab 120 000 Euro zu haben. Wer eine der Immobilien erwirbt, bezahlt zunächst nur 80 Prozent des Gesamtpreises. Die restlichen 20 Prozent werden fällig, wenn die Renovierung des betreffenden Hauses oder Appartements beendet ist. Beginnen sollen die Renovierungen im November.


Die Investoren, die bislang Verträge unterzeichnet haben, stammen zum größten Teil aus Deutschland – die Wesermarsch ist ebenfalls vertreten. Unter den Käufern befinden sich aber auch Niederländer, Italiener, Belgier und sogar Chinesen. Einige Investoren hätten nur eine, andere gleich mehrere Immobilien gekauft, so Christoph Muth.

Der Zentralbereich und die Hotelzimmer des Parks Nordseeküste verbleiben im Eigentum der Ferienpark-Holding. Die Hotelzimmer sollen ebenfalls renoviert werden – für zusammen rund 1 Million Euro.