Lastrup - Mehr als zwei Stunden hat der Klang der Jagdhörner am vergangenen Sonnabend über Lastrup gelegen. Auf dem Schützenplatz an der Hamstruper Straße trafen sich mehr als 250 Jagdhornbläser zu ihrem 47. Kreisbläsertreffen. Gleichzeitig feierte die gastgebende Bläsergruppe des Hegerings Lastrup ihr 55-jähriges Bestehen. Gründungsmitglied Dr. Bernhard Sander war auch dieses Mal dabei.
„Jagdsignale, geblasen auf dem Jagdhorn, dienten in früherer Zeit zur Kommunikation unter den Jägern und Treibern. Heute ist das Jagdhornblasen zudem ein wichtiger Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens, und gerade in Lastrup ist es ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens“, umriss Bürgermeister Michael Kramer die Bedeutung des Rituals.
„Mit unserem schönen Brauchtum wollen wir andere Menschen begeistern“, versprach denn auch Lastrups Hegeringsleiter Bernd Böckmann bei der Begrüßung der 15 Bläsergruppen.
Zum Repertoire der Bläsergruppen gehörten nicht nur die Jagdsignale. Auch viele bekannte Musikstücke wurden zum großen Teil gekonnt interpretiert. Humorvoll und locker anmoderiert von Kreisbläserobmann Reinhard Thyen konnten die Zuhörer vom „Loher Jägermarsch“ (Barßel) über den „Niederösterreichischen Jagdmarsch“ (Vrees) oder den „Holsteinischen Reitermarsch“(Sevelten) bis zum „Hubertusmarsch“ (Löningen) eine breite Palette verschiedener Märsche genießen. Aber es standen auch mit dem „Hoch soll er leben“ (Bösel), der „Jägerpolka“ (Stapelfelder Parforce Ensemble) oder „Als die Römer frech geworden“ (Lindern) andere Musikrichtungen auf dem Programm.
Kreisjägermeister Herbert Pitann lobte die Aufgeschlossenheit der Jagdhornbläser Neuem gegenüber. „Das Jagdhornblasen findet Gehör, es bekommt Beifall“, stellte er fest. Von 2400 Jägern im Kreis seien 420 Jagdhornbläser, die in 18 Gruppen organisiert seien.
Für 25-jährige Mitgliedschaft in der Bläsergruppe zeichnete Pitann Arnold Aumüller (Bösel), Herbert Grafe, sowie Bernd Timphaus (Essen) und Franz Osterhues (Molbergen) mit einem Zinnbecher aus.
