Elisabethfehn - Alte Handwerkskunst gab es am Sonntag bei der achten Auflage des Handwerker- und Brauchtumsmarkt im und rund um das Dorfgemeinschaftshaus in Elisabethfehn zu bestaunen. Ob es nun die beiden Holzschuhmacher Gerd Nannen und Focko Börgmann aus Nordgeorgsfehn, „De Taumaker“ aus Conneforde oder Stuhlflechterin Sylvana Harbers aus Westerstede waren – sie alle zeigten den Besuchern, wie zu früherer Zeit ohne Strom Gebrauchs- und Nutzungenstände für den Alltag gefertigt wurden.

Seinem Namen alle Ehre macht Georg Brand aus Altenoythe. Es brannte lichterloh, als der Schmied eine unscheinbare Eisenstange in die Glut auf seinem selbst gebauten Schmiedetisch hielt. Die Aktion des Herren mit dem feurigen Namen fand bei den Besuchern viel Beachtung. Schon in den Morgenstunden tummelten sich zahlreiche Besucher auf dem Marktplatz. Stunden später sollten es Hunderte sein – sehr zur Freude des Organisationsteams des veranstaltenden Vereins „Dorfgemeinschaft Elisabethfehn“ mit Günter Ludmann und Michael Vey.

„Wir sind sehr zufrieden. Das Wetter passte und wir hatten auch einige neue Stände vorzuweisen“, freute sich Vorsitzender Ludmann. Sicherlich trug zum guten Besuch auch der Gang der Elisabethfehner zur Wahlurne im Jugendtrakt des Dorfgemeinschaftshauses bei.

Denn es gab einiges zu sehen und zu kaufen. Mit großer Freude stöberten Hobby-Bastler und Liebhaber des Handwerks zwischen den Waren. Vielen Künstlern konnten die Besucher auf dem Freigelände über die Schulter schauen. So erlebten sie hautnah einen Drechsler bei der Arbeit.

Wieder präsent waren die ortsansässigen Institutionen und Vereine, wie der Fischereiverein Barßel, der leckere Forellen räucherte. Zudem gab es eine Ausstellung von Traktoren und Arbeitsgeräten aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der „Schlepperfreunde Flachsmeer “.