Oldenburg - Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat das EWE-Netzbeteiligungsmodell gebilligt. Das teilte Timo Poppe, Generalbevollmächtigter für Infrastruktur bei der EWE AG (Oldenburg), mit. Der Versorger habe jetzt die finalen Vertragsunterlagen an die rund 350 Kommunen versandt. Auf dieser Basis könnten sie nun entscheiden, ob sie sich an der EWE Netz GmbH beteiligen möchten.
Dies soll ab 10 000 Euro möglich sein. Man habe keine Kommune dadurch ausschließen wollen, dass die Mindestinvestition so hoch sei, sagte EWE-Sprecher Christian Blömer. EWE garantiert eine Dividende von 4,75 Prozent. Die Höhe des individuellen Anteils und der Preis errechnen sich nach Fläche, Einwohnern und Zahl der Wegenutzungsverträge der Kommune.
„Wir sind davon überzeugt, dass wir den Kommunen mit der Beteiligung an der EWE NETZ GmbH ein interessantes und risikoarmes Modell anbieten“, meinte Poppe. Sie könnten sich am Unternehmen und der Gestaltung der Energiewende beteiligen.
Hintergrund der Initiative ist, dass in vielen Kommunen Verhandlungen über neue Verträge zur Strom- und Gasnetznutzung anstehen. In einigen Regionen bewirbt sich auch Konkurrenz zur EWE.
