Großenkneten/Ahlhorn - Es geht um Abfälle, die im Straßenbau immer wieder anfallen und die die Firma Bunte in zwei ehemaligen Flugzeug-Hangars des Ahlhorner Metropolparks Hansalinie zwischenlagern will: „kohlenteerhaltige Bitumengemische“ sowie „Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten“. Walter Kulisch vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg sprach am Dienstag von krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen. Sechs Einwendungen zum Genehmigungsantrag der Firma Bunte waren beim Gewerbeaufsichtsamt eingegangen und wurden beim öffentlichen Erörterungstermin im Rathaus Großenkneten behandelt.
Nach Aussagen von Helmut Wollschläger (Bunte) soll mit der Zwischenlagerung der belasteten Baustoffe mehr Zeit gewonnen werden. Entweder werde das Material wieder im Straßenbau verwendet oder auf einer Deponie entsorgt. Die Zeichen der Zeit stünden immer mehr auf Entsorgung, weil die Straßenbaubehörden fürchteten, sich bei der Wiederverwendung Altlasten einzuhandeln. Die Infrastruktur für die Lagerung im Metropolpark sei gut. Es gehe um eine vergleichsweise kleine Menge von maximal 15 000 Tonnen pro Jahr. Bislang würden sie eine Woche bis zehn Tage auf den Baustellen gelagert, bis untersucht worden sei, ob und wie gefährlich das gefräste Material sei.
Bei den Einwendungen von Bürgern, einem Ratsherrn sowie einer Konkurrenzfirma von Bunte ging es unter anderem um die Anlieferung des Baustoffmaterials, das Abkippen und Umladen im Hangar, die Staubimmissionen oder auch die Verkehrssituation durch die Anlieferung mit LKW.
Das von Bunte beauftragte Ingenieurbüro sprach von zehn Kilogramm Staubimmissionen pro Jahr, da das angefeuchtete Material nur in den Hangars abgekippt oder auf Laster aufgeladen werde, wenn die Tore geschlossen seien.
Nach Aussagen von Kulisch sollen die Ingenieure unter anderem noch einmal am Konzept des Ent- und Beladens in den Hangars feilen und vertiefende Aussagen zu den „gefährlichen Stoffen“ liefern. Mit einer Entscheidung zum Bunte-Antrag sei in zwei bis drei Monaten zu rechnen, prognostizierte Kulisch.
