• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Firmen geben Mitarbeitern „eisfrei“

08.01.2016

Papenburg /Emden /Oldenburg Bei der Meyer Werft in Papenburg schaute man sich die Wettvorhersage für den Donnerstagnachmittag an, machte sich angesichts der Glatteiswarnung des Deutschen Wetterdienstes Sorgen – und handelte spontan: Die Beschäftigten wurden eher nach Hause geschickt.

„Aufgrund der Wettervorhersagen mit Schnee und Eisregen und den somit zu erwartenden extrem schwierigen Straßenverhältnissen im Emsland und in Ostfriesland wird die Arbeit heute frühzeitig beendet“, teilte die Unternehmensleitung ihren Mitarbeitern am Vormittag mit.

Das bedeutete konkret: Alle direkt beschäftigten Mitarbeiter sowie die zahlreichen Partnerfirmen wurden „aufgefordert – geordnet nach Abteilungen und Kostenstellen – ihre Arbeit zwischen 12 und 14 Uhr vorzeitig zu beenden“.

Mit diesem Schritt solle eine „sichere und unfallfreie Heimreise aller Mitarbeiter gewährleistet werden“, teilte Werftsprecher Peter Hackmann mit.

Mithin galt in Teilen des Nordwestens: Nicht nur zahlreiche Schüler hatten „frei“; auch zahlreiche Arbeitnehmer wurden vor der Witterung organisatorisch geschützt. Das galt vor allem für Ostfriesland.

Ihm seien entsprechende Beispiele bei mehreren Unternehmen bekannt, sagte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitsgeberverbandes für Ostfriesland und Papenburg (AGV/Emden), Johann Doden, auf Anfrage.

Im Gegensatz zum Schnee im Oldenburger Land „ist hier in Emden blankes Eis“, beschrieb Doden die Lage der vergangenen Tage. Auf einigen Nebenstrecken sei zeitweilig quasi „Schlittschuh gelaufen“ worden, viele Autos seien von einem Eispanzer überzogen.

Dies habe für einige Firmen bedeutet, dass sie gar nicht arbeiten konnten – und deshalb Mitarbeiter nach Hause schickten. So habe man etwa in der Autoverladung in Emden zeitweilig die Arbeit eingestellt, weil ein gefahrloses Arbeiten nicht mehr möglich erschien.

Andere Unternehmer und Belegschaftsvertreter machten sich speziell Sorgen wegen der teils längeren Heimfahrt von Beschäftigten unter widrigen Bedingungen. Mehrere Firmen hätten Mitarbeiter schon eine oder zwei Stunden eher als erst am späten Nachmittag in den Feierabend geschickt. Das sei quer durch diverse Branchen so gegangen, vor allem bei weiteren Fahrtstrecken der Mitarbeiter.

Teils hätten Firmen Absprachen wegen einer Verrechnung mit Arbeitszeitkonten getroffen. Oft sei das auch „sehr unbürokratisch“ gehandhabt worden, hieß es.

Im Oldenburger Land, das im Vergleich zu Ostfriesland/Emsland weniger von Blitzeis betroffen war, wurden zunächst kaum Beispiele für „verordneten“ früheren Feierabend. Dies schließe aber nicht aus, dass es in Betrieben kurzfristig entsprechenden Regelungen gab, sagte Dirk Heitkötter, Geschäftsführer beim AGV Oldenburg.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2040
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.