Hude - Es wäre das Normalste der Welt, wenn Andreas Otte gestresst sein würde. Schließlich zieht er gerade mit fünf Steuerberatern und Rechtsanwälten sowie 25 Angestellten um: vom bisherigen Standort „Unter den Eichen“ zum Neubau an der Langenberger Straße 1. Doch der geschäftsführende Gesellschafter der K & O Steuerberatungsgesellschaft bleibt ganz gelassen – auch wenn sich noch die Handwerker die Klinke in die Hand geben, auf den Fluren Kisten stehen und Computer in den Büros darauf warten, angeschlossen zu werden. „Am nächsten Montag wird alles wieder ganz normal laufen“, ist Otte überzeugt. Seine Mitarbeiter, die die Büros einräumen, sind froh, dass bei K & O seit Jahren digitalisierte Akten üblich sind – ansonsten hätten sie noch mehr zu schleppen. Alle Kollegen fassen beim Umzug mit an, nur die großen Teile – Tische und Schränke – bewegen vorwiegend „echte“ Möbelpacker.
Der Bürohaus-Neubau ist funktional, aber formschön: „Wir haben einen Zweckbau mit Wohlfühlatmosphäre bekommen“, freut sich Otte. Gestaltet wurde das Gebäude vom Bremer Architekturbüro dt+p, das unter anderem bei Werder Bremen den neuen Lounge-Bereich in den Räumen der Südtribüne des Weser-Stadions entworfen hat.
Das K & O-Grundstück ist 7500 Quadratmeter groß, die Grundfläche des mit einer Dachterrasse ausgestatteten Bürogebäudes misst 500 Quadratmeter, die über zwei Etagen verteilt sind. Die Nutzfläche umfasst 998 Quadratmeter und lässt Raum zum Expandieren. Das ging am bisherigen Sitz der Gesellschaft nicht mehr. „Es sei denn, wir wären in den Keller gezogen“, schmunzelt Otte.
Gegründet wurde das Unternehmen 1974 von Steuerberater Ekhard Kuck: Nach dem Start im privaten Wohnzimmer führte der Zuwachs an Mandanten und Mitarbeitern dazu, dass schnell neue Räume gesucht werden mussten. Nach einigen Stationen in Hude wurde 1996 gemeinsam mit der Rechtsanwaltskanzlei von Oliver Gall das bisherige Domizil im Geschäftshaus „Unter den Eichen 13“ eröffnet, 1997 trat Steuerberater Andreas Otte ins Unternehmen ein.
Mit den Erdarbeiten für den Neubau an der Langenberger Straße wurde im Dezember 2012 begonnen. Die Betonarbeiten starteten im April dieses Jahres. Die kalkulierten Baukosten wurden eingehalten: „Wir sind unter zwei Millionen Euro geblieben“, freut sich Otte.
Besonderer Clou des neuen Gebäudes: In Sachen Energieeffizienz werden Maßstäbe gesetzt. Auf dem Dach liefert eine eigene Photovoltaikanlage den Strom fürs Arbeiten im Büro, ein Mini-Blockheizkraftwerk produziert Wärme und Strom. „Wir reduzieren unseren Energieverbrauch um mehr als die Hälfte“, so Otte. Damit ist die Steuerberatungskanzlei rechtzeitig vor ihrem 40. Geburtstag im Jahr 2014 fit für Zukunft.
