Oldenburg - Riesenlob von allen Seiten gab es am Montagmittag für des Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) in Donnerschwee. „Hier sind in den vergangenen 70 Jahren nicht nur 26 000 Meister ausgebildet worden, sondern auch 26 000 Start-Up-Gründer“, meinte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) plakativ. Der Festredner unterstrich vor den etwa 200 offiziellen Gästen auch die bundesweite Rolle der Oldenburger Einrichtung in der digitalen Transformation vor allem des Handwerks.
Günter Knaupmeier, 1. Vorsitzender des BFE, blickte in seiner Begrüßung gemeinsam mit BFE-Direktor Thorsten Janßen gemeinsam zurück auf 70 Jahre Geschichte der Weiterbildungseinrichtung. Grund für die Feier war aber vor allen Dingen das unter Federführung des Architekten Hermann Kulla (Büro khp) komplett energetisch und baulich modernisierte BFE-Gebäude II an der Donnerschweer Straße, das nun Lernenden moderne, multimediale Arbeitsplätze bietet.
6,4 Millionen Euro wurden in die Sanierung des Gebäudes investiert. Davon zahlte der Bund 3,2 Millionen Euro, das Land Niedersachsen 1,3 Millionen, und 1,9 Millionen Euro finanzierte das BFE aus eigenen Mitteln. Wie Thorsten Janßen ausführte, sei die Bildungseinrichtung damit auch gut für die Zukunft mit ihren immer kürzer werdenden Innovationszyklen gerüstet.
Dazu zählen etwa auch Weiterbildungen im digitalen Bereich, da das BFE über den norddeutschen Bereich hinaus dafür als Kompetenzzentrum „Digitales Handwerk“ Verantwortung und Weiterbildung übernimmt. „Wir werden in fünf Jahren Produkte verbauen, die es heute noch gar nicht gibt“, erklärte Janßen und das BFE richte seine Lehrinhalte an diesen Veränderungen aus.
Für Minister Olaf Lies zeigt das BFE auch deutlich, dass das Elektrohandwerk eben deutlich mehr zu bieten habe, als Leitung auf Baustellen zu verlegen. „Hier beginnt die intelligente Aus- und Weiterbildung für Zukunftstechnologien. Wir müssen mehr für die Vielfalt des Handwerks werben.“ Oldenburg hat in seinen Augen mit BFE, EWE und Offis eine Vorreiterrolle bei der Energiewende hin zu mehr erneuerbaren Energien und auch bei der Digitalisierung.
Die Anstrengungen des BFE belohnte Martina Becker vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mit der Anerkennungsurkunde als „Kompetenzzentrum für Intelligente Energieversorgung der Zukunft“.
