Hude - Sie hat eine ganz schöne Steigung. Die Rampe der Zuwegung Süd des Huder Bahnhofs. Acht bis zehn Prozent sind es. Viel zu viel, um sie als Rollstuhlfahrer allein bewältigen zu können. Mit Rollator oder Kinderwagen ist sie nicht gut zu meistern. Ein Problem, das schon seit vielen Jahren für Verdruss sorgt.

Für Verbesserungen zu sorgen, liegt hier allein in der Zuständigkeit der Gemeinde. Und die wolle auch etwas tun, sagte Thomas Settelmeier vom Amt für Gemeindeentwicklung am Donnerstag bei einem Termin vor Ort mit dem Kreisbehindertenrat.

Ein Planungsbüro ist damit beauftragt, Varianten zu erarbeiten. Die Ergebnisse sollen im Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt im Mai vorgestellt werden. Das Thema werde von der Politik nicht nur positiv begleitet, sondern auch angeschoben, betonte Settelmeier. Gleichwohl sei es auch eine Frage des Geldes.

Nun soll zunächst abgewartet werden, welche Lösungsmöglichkeiten in Frage kommen, um die Rampe auf maximal 5,4 Prozent Steigung zu bringen. Verlängern. Einen Schwenk einbauen – der Platz ist begrenzt. Es gebe sehr viele Zwangspunkte, die beachtet werden müssten, so Settelmeier.

Vielleicht bleibt auch nur ein Fahrstuhl an der Südseite – bezahlt von der Gemeinde.


Billiger ginge es vielleicht, wenn man die vorhandene Rampe von oben anhebe und von unten abflache, meinte Hans Sperveslage, Vorsitzender des Kreisbehindertenrates. Und in den Absatz, der dann entstehe, könne man eine kleine hydraulische Hebebühne bauen. Das Problem dabei: Von der insgesamt rund drei Meter breiten Zuwegung müssten etwa 1,20 Meter für diese „Hebebühnen“-Strecke abgezwackt werden. Der Rest würde wie bisher bleiben. Dieser Vorschlag funktioniere wahrscheinlich nicht, weil die Zuwegung so breit bleiben müsse, dass der Rettungsdienst ungehindert Zugang habe, hieß es beim Ortstermin.

Die bessere Zugangsmöglichkeit von der Südseite steht als letztes auf der Wunschliste des Kreisbehindertenrates und auch des örtlichen Behindertenrates. Hans Sperveslage freute sich, dass – nachdem der Zugang Nord schon vor einiger Zeit barrierefrei gestaltet wurde – von Seiten der Bahn mit dem Umbau des Huder Bahnhofs die Barrierefreiheit nun auch auf den Bahnsteigen sehr gut umgesetzt worden sei. Sogar mit zwei Fahrstühlen, die vor einigen Jahren, in ersten Planungen, noch abgelehnt worden seien.

Die Fahrstühle sind eingebaut, aber noch nicht im Betrieb. Man warte noch auf die TÜV-Abnahme, hieß es.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude