Hannover - Zwölf Betriebe in Niedersachsen sind direkt von einem niederländischen Großhändler, der Fleisch falsch deklariert haben soll, beliefert worden – darunter auch weiterverarbeitende Betriebe in der Stadt Oldenburg sowie in den Landkreisen Cloppenburg, Osnabrück und Vechta. Ermittler überprüften nun die betroffenen Betriebe, sagte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums am Freitag in Hannover. Die Ware wurde vorrübergehend gesperrt.
Das Ergebnis für den auf der Liste des Ministeriums genannten Oldenburger Fleischgroßhandel ist bereits da: „Kein Oldenburger Betrieb ist betroffen“, teilt die Stadt Oldenburg mit. „Daher gibt es keinen Anlass, Waren zu sperren oder zu beschlagnahmen. Eine vor zwei Monaten durchgeführte Beprobung im Handel im gesamten Stadtgebiet hat ebenfalls keine Hinweise auf Pferdefleisch ergeben.“
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Das mit Pferdefleisch gemischte Rindfleisch könnte auch in Fertigprodukten wie Tiefkühlkost oder Suppen verarbeitet worden sein. Wie viel Fleisch insgesamt in die niedersächsischen Unternehmen gegangen ist, können die Behörden noch nicht abschätzen. „Wir haben einen Zeitraum von zwei Jahren und eine große Menge an Fleisch“, sagte die Sprecherin.
Ein niederländischer Großhändler soll nach Angaben der dortigen Behörden schon seit mehr als zwei Jahren Pferdefleisch falsch etikettiert und in 16 EU-Staaten verkauft haben. Nach Angaben des Bundesverbraucherministeriums gibt es derzeit keine Hinweise auf eine mögliche Gesundheitsgefährdung.
