• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Diesel-Motor stottert immer mehr

03.03.2018

Flensburg /Berlin Nicht einmal mehr jedes dritte neu zugelassene Auto in Deutschland war im Februar ein Diesel. Der Anteil sank verglichen mit dem Vorjahresmonat um knapp elf Punkte auf 32,5 Prozent, wie das Kraftfahrtbundesamt am Freitag in Flensburg mitteilte. Keine Rolle spielte dabei das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das Städten Fahrverbote für Diesel ermöglicht, um die Stick­oxidbelastung zu senken. Es fiel am 27. Februar.

Der Anteil von Benzinern legte derweil um knapp neun Punkte zu und machte im Februar 62,9 Prozent der Neuzulassungen aus. Kräftig zulegen – allerdings immer noch auf einem niedrigen Niveau – konnten Elektroautos (plus 64,7 Prozent/Marktanteil: 1,0 Prozent) und Hybride (plus 63,9 Prozent/Marktanteil: 3,2 Prozent).

Insgesamt legten sich die Deutschen in dem Monat wieder mehr neue Autos zu: 261 749 Pkw wurden neu zugelassen, 7,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit bleibt der deutsche Automarkt zu Jahresbeginn stark. Seit 1999 seien hierzulande in den ersten beiden Monaten nicht so viele Autos verkauft worden, betonte der Verband der Automobilindustrie.

Bis auf Audi (minus 3,6 Prozent) und BMW (minus 0,7 Prozent) verzeichneten die deutschen Marken Zuwächse. Bei Smart (plus 35,8 Prozent) und VW (plus 12,4 Prozent) fielen diese sogar zweistellig aus. Mit einem Marktanteil von 18,3 Prozent bei den Neuzulassungen blieb die Marke VW auch im Februar klarer Spitzenreiter.

Im Ausland fanden Autos aus deutschen Fabriken aber erneut weniger Käufer als im Vorjahr. Der Export lag im Februar mit 345 800 um acht Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Branchenverband verwies jedoch darauf, dass es wieder mehr Aufträge aus dem Ausland gebe.

In den USA kommt der Automarkt derweil immer stärker ins Stottern. Im zweitwichtigsten Einzelmarkt der Welt mussten im Februar fast alle großen US-Autobauer empfindliche Rückschläge einstecken. Schon im vergangenen Jahr hatte sich der einst so lang von Niedrigzinsen und billigem Sprit befeuerte Boom bei Neuwagen abgekühlt.

Besonders General Motors (GM), Ford und Fiat Chrysler mussten beim Absatz von Pkw, SUVs und Pickups Federn lassen. Bei US-Platzhirsch GM drückte die Traditionsmarke Chevrolet mit deutlichem Rückgang die Gesamtverkäufe rund sieben Prozent ins Minus. Ford musste ebenfalls mit fast sieben Prozent ein dickes Minus verkraften. Die Verkäufe des italienisch-amerikanischen Autobauers Fiat Chrysler gingen um 1,4 Prozent zurück.

Die deutschen Autobauer hingegen konnten im Februar in den USA gegenhalten. Volkswagen verkaufte von seiner Kernmarke mit 26 660 Autos sechs Prozent mehr Fahrzeuge als im Vorjahresmonat. Der neue Atlas-SUV und die neue Version vom Tiguan verkauften sich gut.

Die VW-Töchter Audi und Porsche machten ebenfalls Tempo, sie legten um zwölf beziehungsweise 20 Prozent zu. BMW verkaufte 4,2 Prozent mehr Autos, obwohl der wichtige X3 noch im Modellwechsel steckt und weniger Käufer fand. Daimler kam im Februar auf ein Plus von 1,9 Prozent inklusive Vans und der Kleinwagenmarke Smart.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2041
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.