Berlin - Die deutsche Industrie hat die Große Koalition zu Geschlossenheit in der Flüchtlingskrise aufgefordert. „Diese Situation wird dauern und eine gewaltige Kraftanstrengung für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft“, sagte der Präsident des Industrieverbandes BDI, Ulrich Grillo, am Dienstag in Berlin. „Deshalb ist mehr Einigkeit in der Koalition unabdingbar.“
Erforderlich sei ein effizientes Krisenmanagement: „Es kann nicht sein, dass man (...) sich über die Wörter ,Transitzonen‘ oder „Einwanderungszentren“ streitet.“
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ging beim Tag der Deutschen Industrie nicht auf den Koalitionsstreit ein, warnte aber Europa, in der Flüchtlingskrise das große Ganze aus dem Blick zu verlieren. „Wenn wir zu klein denken, wenn wir zu sehr auf uns bezogen denken, dann wird das wieder eine große Gefährdung für Europa sein“, sagte Merkel.
Die rund 1200 Manager rief sie auf, über ihre Kontakte im Ausland für eine gemeinsame Antwort auf die Herausforderungen zu werben. Sie warb erneut für eine faire Verteilung der Flüchtlinge in Europa.
