Bockhorn/Varel - Es wird kräftig gesägt, gefeilt und gebohrt im Ausbildungszentrum Varel von Premium Aerotec. An den Werktischen stehen Realschüler der Bockhorner Oberschule; es ist das erste gemeinsame Projekt dieser Art zwischen den Flugzeugbauern und der Schule. Der Lehrer Dr. Jürgen Jacobs erklärte dazu: „Diese Ausbildungsmöglichkeiten haben wir bei uns nicht.“
Vier sogenannte Profile gibt es an der Schule, neben Sprachen, Geschichte/Soziales und Wirtschaft eben auch Technik, und dafür konnte mit Premium Aerotec ein idealer Partner gefunden werden. Jeweils dienstags werden die Schüler vier Stunden in der Ausbildungswerkstatt in praktischer Arbeit unterrichtet, ein halbes Jahr dauert das Projekt. Jacobs: „Wichtig ist auch, dass die Schüler direkten Kontakt zu Auszubildenden von Premium Aerotec haben, die sie bei der Arbeit unterstützen.“
Die neun Schüler einer neunten Klasse bauen gemeinsam das Modell eines Sportflugzeuges. Lars Poppehoff ist der Ausbilder: „Die Schüler müssen auf Blech Maße anreißen, Teile wie Flügel und Propeller aussägen und zusammensetzen.“
Zusammenarbeit gut
Henning Fellensiek, Ausbildungskoordinator für Premium Aerotec, sagte dazu: „Die regionale Zusammenarbeit mit Schulen ist für uns sehr wichtig, wir sind stark interessiert an einer nachhaltigen Ausbildung in technischen Berufen. Es ist für uns entscheidend, die Jugendlichen dafür zu begeistern.“
Junge Frauen
Er freute sich insbesondere darüber, dass in der Bockhorner Gruppe auch zwei Mädchen sind: „Junge Frauen können ohne Probleme in diese Berufe gehen. Dafür wollen wir die Hemmschwellen abbauen.“
Die 15-jährige Schülerin Rabea Potratz jedenfalls ist schon schwer angetan von der Sache: „Das ist richtig gut hier, sehr schön für uns, diese Ausbildungsmöglichkeiten kennen zu lernen. Ich kann mir absolut vorstellen, später einmal einen technischen Beruf zu ergreifen.“
