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Landwirtschaft Flurbereinigung startet mit Wegeausbau

Horst Lohe

Schwei - Die Erdarbeiten für den Wegebau in der Flurbereinigung Schwei haben begonnen. Die äußeren Bedingungen sind zurzeit günstig. Infolge der winterlichen Temperaturen ist der Boden fest. Erst bei dauerhaft minus zehn Grad Celsius kann nicht gebaggert werden.

Mit symbolischen Spatenstichen haben am Donnerstag sechs Männer auf den Start der insgesamt etwa zehn Jahre in Anspruch nehmenden Flurbereinigung in Schwei hingewiesen: Landtagsabgeordneter Björn Thümler (CDU), Burchard Wulff (Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft des Flurbereinigungsverfahrens), Stadlands Bürgermeister Boris Schierhold, Otto-Hermann Witting (Vorsitzender des Landvolkvereins Schwei), Klaus Speckmann (Projektleiter vom Amt für Landentwicklung, Oldenburg) und Nils Dageförde (Bauleiter der Firma Tiesler, Elsfleth).

Björn Thümler sagte, die Flurbereinigung in Schwei sei die größte ihrer Art, die in Niedersachsen auf den Weg gebracht wird.

Burchard Wulff erinnerte daran, dass sich Otto-Hermann Witting seit 2001 hartnäckig dafür eingesetzt habe. Einen ersten Anlauf habe es bereits in den 1970er Jahren gegeben. Damals sei alles kaputt geredet worden.

Rund 2900 Hektar

Flurstücke in einem rund 2900 Hektar großen Bereich rund um Schwei werden unter den Eigentümern neu aufgeteilt, damit sie anschließend groß genug für eine wirtschaftliche Bearbeitung sind. Damit sie auch erreichbar sind, werden vorhandene Wege ausgebaut und einige neue angelegt. Das Land trägt 75 Prozent der Gesamtkosten von 10,2 Millionen Euro.


Der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft hat Ende Oktober beschlossen, den Wegebau anzuschieben. Jetzt ist in einem ersten, 6,7 Kilometer langen Abschnitt im Bereich Schwei-Ost mit den Erdarbeiten begonnen worden. Kosten: 235 000 Euro. In diesem ersten Bauabschnitt werden die Bermen am Frerichsweg, Athingsweg und an der Obernstraße verbreitert.

In einem zweiten Bauabschnitt sollen 2013 Durchlässe erneuert werden. Sofern die Landeigentümer Flächen für Graben-Anpassungen bereitstellen, werden im dritten Bauabschnitt die restlichen Erdarbeiten und eventuell weitere Durchlässe realisiert.

Im Jahr 2013 soll Schotter eingebaut und parallel sollen Wegstrecken verbreitert werden. Es folgt eine Konsolidierungsphase von zwei Jahren. Während dieser Zeit können und sollen die Schotterstreifen befahren werden.

Nach Angaben von Projektleiter Klaus Speckmann ist es der Bereitschaft von Landeigentümern zu verdanken, dass der Wegebau starten konnte. Sie hätten die für die Bermen-Verbreiterung notwendigen Flächen zur Verfügung gestellt.

Weitere Verhandlungen

Das Amt für Landentwicklung führe Verhandlungen mit weiteren Eigentümern, um den Erdausbau mit deren Zustimmung an weiteren Wegen fortführen zu können. Bisher sei die Resonanz positiv.

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