Berne - Der Förderverein des Kindergartens Berne steht vor dem Aus. „Nach sechs Jahren droht dem Verein die Auflösung, wenn sich kein neuer Vorstand findet“, klagt der erste Vorsitzende Frank Kruse.

Er appelliert an Mitglieder und Eltern, an der Vereinssitzung am Mittwoch, 25. September, um 19.30 Uhr im Kindergarten Berne teilzunehmen, um eine Auflösung des Vereins noch abzuwenden.

Der aktuelle Vorstand – er besteht aus Frank Kruse, dem zweiten Vorsitzenden Thorsten Meyer, Kassenwart Ralf Thomas und Schriftführerin Marita Krösche – stehe nicht mehr zur Verfügung, so Kruse. „Unsere Kinder sind schon lange raus aus dem Kindergarten. Uns fehlt die Bindung, die man hat, wenn man jeden Tag dort ist“, erklärt er. Doch vor allem fehle es ihnen an Zeit, um das Amt weiter auszuführen.

„Unser Ziel ist, den Kindern die Zeit im Kindergarten so schön wie möglich zu machen. Eltern können etwas bewegen.“ Doch dazu sehe sich der aktuelle Vorstand nicht mehr in der Lage, so Kruse.

Zur Vereinssitzung im Frühjahr seien von 36 Mitgliedern nur neun erschienen. „Zu Neuwahlen ist es gar nicht erst gekommen“, sagt Kruse. Ein Problem sei, dass viele Mitglieder passive Mitglieder wären, die den Verein zwar finanziell fördern, jedoch nicht für Aufgaben zur Verfügung stünden, so Kruse.


Für die Organisation von Aktivitäten brauche der Verein aktive Mitglieder. „Wir haben den Spielplatz des Kindergartens ausgestattet und Veranstaltungen wie Sommerfeste oder das Vater-Kind-Zelten organisiert, um die Gemeinschaft unter den Eltern zu fördern“, so Kruse.

Kindergartenleiterin Linda Schmitz-Major hofft, dass am Mittwoch eine Lösung gefunden wird. „Die Arbeit des Fördervereins ist sehr wichtig. Denn wie der Name schon sagt, durch den Verein wird etwas gefördert“, so die Leiterin.

„Die Mitarbeiter des Kindergartens können nicht mal eben nebenbei eine Gartenaktion organisieren. Der Förderverein ist ein wichtiger Unterstützer unserer Arbeit“, sagt sie. Auch bei Neuanschaffungen, für die eigentlich kein Geld da war, konnte sich Schmitz-Major immer an den Förderverein wenden. Viele Aktivitäten müssten nach Auflösung des Fördervereins wegfallen, erklärt Kruse.

Die letzte Chance für das weitere Bestehen des Vereins sieht er in der Vereinssitzung am 25. September. Er hofft auf rege Beteiligung der Mitglieder und Eltern. „Was der Förderverein braucht, sind Nachfolger, darauf hoffe ich sehr“, stimmt ihm auch Schmitz-Major zu. „Uns ist wichtig, dass der Verein bestehen bleibt. Sollte sich aber auf der Sitzung niemand für die Vorstandsarbeit finden lassen, ist definitiv Schluss mit dem Verein“, warnt der Vorsitzende.