Streekermoor - Das Land Bhutan – zwischen China und Indien gelegen – ist eines der ärmsten Länder der Welt. Umso wichtiger ist die Hilfe, die der Förderverein für das unabhängige Königreich mit Sitz in der Gemeinde Hatten leistet. Neuestes Projekt ist es, den Menschen auf dem Land ein Haltbarmachen ihrer Lebensmittel zu ermöglichen.
4300 Euro hat die Bingo-Umweltstiftung jetzt nachbewilligt, damit der Verein ein Sanitär- und Küchengebäude in dem Dorf Chendebji bauen lassen kann. Außerdem sollen von Deutschland aus Einkochtöpfe und Einmachgläser nach Bhutan gebracht werden. Die Idee dahinter: Haben die Menschen erst einmal die Möglichkeit, ihre Lebensmittel für die unfruchtbare Winterzeit haltbar zu machen und zuverlässig vor Tieren zu schützen, wird sich die Lebenssituation im Dorf deutlich verbessern.
1. Vorsitzender Khenpo P. Yeshi gab auf der Jahreshauptversammlung des Vereins im Gesellschaftshaus Ripken in Streekermoor jetzt bekannt, dass im vierten Quartal dieses Jahres eine Person aus Chendebji auf Einladung des Vereins nach Hatten kommen wird, um hier vier Wochen lang die richtige Technik des Einkochens zu erlernen. Insgesamt unterstützt die Bingo-Umweltstiftung den Verein bei seinem Projekt mit 14 600 Euro. Bis es soweit war, hatte es eine lange Bearbeitungszeit des Antrags, verbunden mit vielen Gesprächen und Beantworten von Nachfragen gegeben, berichtet 2. Vorsitzender Gerold Heidler.
Der besondere Dank des Vereins gilt zwei Einzelspendern, die es erst ermöglicht haben, den geforderten Eigenanteil an der Finanzierung des Hilfsprojektes zu leisten. Der Förderverein ist optimistisch, dass sich in Bhutan das Haltbarmachen von Lebensmitteln im Laufe der Zeit auch in anderen Dörfern etablieren wird. Chendebji könnte hier eine wichtiges Vorbild sein.
Erfolgreich abgeschlossen sind bereits Projekte, die die Wasserversorgung und hygienischen Bedingungen im Dorf verbesserten sowie den Aufbau eines Schulgartens ermöglichten. Ein weiteres Projekt kümmert sich um die Versorgung der Schulkinder mit Mittagessen. 25 Patenkinder aus besonders armen Familien in ganz Bhutan werden außerdem seit gut einem Jahr von Mitgliedern des Vereins durch monatliche Spenden á 25 Euro unterstützt. „Ohne Paten hätten diese Kinder überhaupt keine Zukunft, könnten nicht einmal zur Schule gehen“, so Yeshi.
