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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Roboterautos noch rar auf IAA

14.09.2017

Frankfurt Einerseits immer neue Varianten der schweren, mit traditionellen Kraftstoffen betriebenen SUVs, zugleich aber immer mehr Elektroautos – und auch Modelle für das autonome Fahren: Die IAA ist aus Sicht des Branchenexperten Stefan Bratzel eine „Messe des Übergangs“. Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (bis 24. September) werde die alte und neue Welt der Mobilität gezeigt, sagte der Leiter des CAM-Instituts am Mittwoch in Frankfurt. „Erstere soll letztere finanzieren.“ Die Autobauer hatten zum IAA-Auftakt eine Offensive bei Elektroautos angekündigt.

Bratzel mahnte: „Den durchaus angemessenen Worten vieler Protagonisten müssen bald Taten folgen. Daran wird man die Hersteller messen.“ Neben E-Autos sind an den Messeständen in diesem Jahr vor allem viele SUVs zu sehen. Das Segment boomt weiter, mit den Stadtgeländewagen verdient die Branche viel Geld.

Alle Welt spricht auch in Frankfurt von Roboterautos, VW-Chef Matthias Müller rollt sogar stolz in der selbstfahrenden Studie Sedric auf die Bühne. Gewöhnungsbedürftig, aber es macht schnell Spaß, urteilt der Konzernchef. Aber gemessen daran machen sich die Roboterautos auf der diesjährigen IAA konkret eher rar.

Auffällig ist vor allem das „New-Mobility“-Außenareal, auf dem Testwagen unermüdlich vor Hindernissen bremsen und emsig Fußgängern aus Pappe ausweichen. Deutlich wie nie zuvor wird auf der Messe in Frankfurt, dass die Branche voll in den Kampf um die Zukunft eingestiegen ist, in der autonomes Fahren heutige Geschäftsmodelle der Hersteller erschüttern kann.

Schlüssel für den Wandel sind vor allem Mobilitätsdienste, die mit der Ausbreitung selbstfahrender Robotaxis durchstarten können. Doch das heutige Geschäft mit dem Fahrzeugverkauf an Verbraucher und Firmen könnten sie abwürgen. „Wenn man jederzeit in ein autonom fahrendes Fahrzeug einsteigen kann, dann braucht man kein Auto mehr für die Stadt“, sagt Branchenexperte Axel Schmidt von der Unternehmensberatung Accenture. Dagegen sagt Ralph Lauxmann, beim Zulieferer Continental verantwortlich für die Entwicklung des autonomen Fahrens, es werde weiterhin auch Privatfahrzeuge geben.

Einstweilen wird die Messe von Konzepten und neuen Modellen geprägt – und von politischen Forderungen.

Europas Autoindustrie will sich nur unter bestimmten Bedingungen auf mittelfristig schärfere Emissionsziele für das klimaschädliche Kohlendioxid einlassen. Der europäische Autoherstellerverband Acea schlägt zunächst eine Reduzierung der CO2-Abgasemissionen von 2021 bis 2030 von 20 Prozent vor. „Das ist eine scharfe Reduktion“, sagte Verbandspräsident und Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche zur IAA.

Bedingung soll aber sein, dass die ohne Abgase fahrenden Elektroautos künftig gut beim Käufer ankommen und eine entsprechende Ladeinfrastruktur vorhanden ist. Das endgültige Reduktionsziel für 2030 soll demnach im Jahr 2025 überprüft werden.

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