Frankfurt - Die deutsche Chemie- und Pharmabranche steuert nach einem schwierigen Vorjahr 2017 wieder auf ein kräftiges Wachstum zu. Dank der robusten Weltwirtschaft und der starken Nachfrage nach Chemikalien weltweit hob die deutsche Schlüsselbranche erneut ihre Prognose für die Produktion an, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag in Frankfurt mit. Er erwartet nun ein Plus von zwei Prozent statt wie bisher 1,5 Prozent.

„2017 kann ein gutes Jahr für die chemische Industrie in Deutschland werden“, erklärte VCI-Präsident Kurt Bock. Indes sanken die Erzeugerpreise.

Der Verband hatte seine Erwartungen an die Herstellung dieses Jahr mehrfach erhöht. Als Lieferant für die Bau-, Auto- und Konsumgüterindustrie profitiert die Chemiebranche mit gut 449 000 Mitarbeitern hierzulande von der starken Nachfrage vieler Kunden. Sowohl in Deutschland als auch auf den wichtigen Auslandsmärkten Europa, USA und Asien wuchs der Bedarf nach Chemikalien.

Die Produktion stieg so im dritten Quartal bei großer Auslastung der Kapazitäten um 2,9 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum. Der Umsatz kletterte kräftig um 6,1 Prozent auf 46,5 Milliarden Euro, obwohl sich der Trend zu steigenden Erzeugerpreisen umkehrte. Waren die Preise für Chemikalien und Pharmaprodukte im Sommer noch zum vierten Mal in Folge gestiegen, sanken sie nun gemessen am Vorquartal. Die hohen Bestellungen konnten dies mehr als ausgleichen.