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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Autobauer Borgward will ein Comeback wagen

13.09.2017

Frankfurt /Bremen Der chinesisch-deutsche Autobauer Borgward, der in Bremen ein Montagewerk für Elektroautos plant, will schon bis Ende des Jahres in Deutschland ein Comeback wagen. Die ersten Fahrzeuge sollen im vierten Quartal an Kunden ausgeliefert werden, kündigte Vorstandschef Ulrich Walker am Dienstag bei der Autoschau IAA (bis 24. September) in Frankfurt an. Es handelt sich um eine limitierte Edition des SUV BX7. Später sollen die Modelle BX5 und BX6 folgen, zunächst als Benziner.

In China und anderen Ländern ist Borgward schon auf dem Markt. Seit Jahresbeginn habe das Unternehmen mit Sitz in Stuttgart einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro erzielt, sagte Walker. Mittelfristig wolle Borgward schwarze Zahlen schreiben. In Bremen will Borgward für sein Werk ein rund 140 000 Qua­dratmeter großes Geländes im Westen der Stadt erwerben. Das Vorhaben ist noch im Genehmigungsverfahren.

Bis Anfang 2018 will Borgward mit dem Bau der Fabrik beginnen. Geplanter Produktionsstart ist 2019. Die Teile sollen angeliefert und jährlich bis zu 50 000 Fahrzeuge gefertigt werden. Das Unternehmen gehörte einst zu den bekanntesten Autoherstellern Deutschlands und ging 1961 pleite. Im heutigen Daimler-Werk in Bremen-Sebaldsbrück rollten bis Anfang der 1960er Jahre jährlich bis zu 100 000 Fahrzeuge vom Band. Borgwards Enkel Christian belebte die Marke 2015 wieder. Hauptaktionär und alleiniger Investor von Borgward ist der chinesische Lastwagenbauer Foton.

Unterdessen wurde auf der IAA am Dienstag klar: Mit einer Offensive bei Elektrofahrzeugen versuchen die deutschen Autobauer die Diesel-Krise hinter sich zu lassen. Allein Volkswagen erhöht die Investitionen in E-Autos auf 20 Milliarden Euro und plant bis zum Jahr 2025 mehr als 80 neue Autos mit Elektromotor. BMW will dem aufstrebenden US-Elektroautobauer Tesla mit einem Elektro-Coupé demnächst Paroli bieten. Daimler stellt bis 2020 seine Kleinwagenmarke Smart in Europa und USA komplett auf elektrische Antriebe um.

Allerdings ließ der Diesel-Abgasskandal die Branche auch zum Auftakt der IAA am Dienstag nicht los. Angesichts der anhaltenden Debatte um Diesel-Fahrverbote in Städten registriert Daimler inzwischen Besorgnis bei seinen Kunden.

„Natürlich hat die Einfahrverbots-Diskussion noch mal eine zusätzliche neue Qualität, die zum ersten Mal auch Nachfragen unserer Kunden in den Verkaufshäusern auslöst – das war vorher nicht der Fall“, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche in Frankfurt. Er ergänzte, es gebe erste Anzeichen dafür, dass sich die Diskussion nach der Bundestagswahl versachlichen werde.

Auf der IAA, die am Donnerstag von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) offiziell eröffnet wird, sind 994 Aussteller vertreten. Gezeigt werden den Veranstaltern zufolge 228 Weltpremieren. Dazu zählen auch wieder zahlreiche schwere Geländewagen mit Verbrennungsmotoren sowie Sportwagen mit viel PS. Mit dem boomenden SUV-Segment verdient die Branche viel Geld.

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