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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Keine neuen Warnstreiks diese Woche

22.10.2019

Frankfurt Bei der Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften schwelt der Konflikt um die Flugbegleiter weiter. Zwar verzichtet die Kabinengewerkschaft Ufo nach der ersten Warnstreikwelle vom Sonntag auf weitere Aktionen in dieser Woche, hat aber zugleich ihre Mitglieder in fünf Betrieben des Lufthansa-Konzerns zu Urabstimmungen über unbefristete Streiks aufgerufen. Dazu gehören neben der Lufthansa-Kerngesellschaft die vier am Sonntag bestreikten Flugbetriebe Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress Deutschland.

Der Ufo-Vizevorsitzende und Tarifvorstand Daniel Flohr wertete den Ausstand vom Sonntag bei den vier Lufthansa-Töchtern als Erfolg. Die Zahl der ausgefallenen Verbindungen bezifferte er auf mehr als 150, die Kabinenmitarbeiter hätten sich „mit großer Mehrheit“ an der Arbeitsniederlegung beteiligt.

Lufthansa hatte hingegen berichtet, dass sich bei den bestreikten Betrieben mehr als 90 Prozent der Crews zum Dienst gemeldet hätten. Eine exakte Zahl der ausgefallenen Flüge nannte das Unternehmen nicht, hat aber die zuvor in Medien genannte Größenordnung von rund 100 Ausfällen am Sonntag bestätigt. Am Montag lief der Betrieb nach Angaben einer Sprecherin wieder normal.

Neue Gespräche zwischen den Konfliktparteien zeichneten sich am Montag nicht ab. Lufthansa ist weiterhin nicht zum Abschluss förmlicher Tarifverträge mit Ufo bereit. Sie hält den Vorstand für nicht vertretungsberechtigt und will der Gewerkschaft vor Gericht die Fähigkeit absprechen lassen, Tarifverträge rechtsgültig abzuschließen. Die Urabstimmungen laufen bis 1. November. An diesem Tag will die Ufo in einer Mitgliederversammlung auch über die Vorstandsfrage beraten.

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