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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Deutsche Großbanken bald vereint?

18.03.2019

Deutsche Bank und Commerzbank nehmen Gespräche über eine mögliche Fusion auf. Das teilten die beiden Institute am Sonntag in Frankfurt mit. Der Vorstand habe „beschlossen, strategische Optionen zu prüfen“, hieß es von der Deutschen Bank. Diese Optionen werde der Vorstand daraufhin bewerten, ob sie Wachstum und Profitabilität der Bank stärken. Es gebe keine Gewähr, dass es zu einer Transaktion komme.

Bei der Commerzbank war von „ergebnisoffenen Gesprächen über einen eventuellen Zusammenschluss“ die Rede.

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing betonte in einer Nachricht an die Mitarbeiter vom Sonntag, dass eine Fusion keineswegs ausgemachte Sache sei. „Wir werden ausschließlich wirtschaftlich sinnvolle Optionen verfolgen, mit denen wir an unsere Fortschritte von 2018 anknüpfen können“, heißt es in der Nachricht. Zum jetzigen Zeitpunkt stehe nicht fest, ob es überhaupt zu einer Transaktion kommen werde. „Die Erfahrungen zeigen, dass es viele wirtschaftliche und technische Gründe geben kann, die einem solchen Schritt entgegenstehen können.“

Seit Monaten wird über eine Fusion der beiden Institute spekuliert. Immer wieder bekräftigten Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und sein Staatssekretär, der ehemalige Goldman-Sachs-Deutschlandchef Jörg Kukies: Deutschland brauche starke Banken. Die Bundesregierung stehe „wirtschaftlich sinnvollen Optionen offen gegenüber“.

Bei der Commerzbank hat der Bund über seine Aktienbeteiligung von gut 15 Prozent, die er seit der Finanzkrise hält, Mitspracherecht. Medienberichten zufolge sollen Scholz und Kukies die Bankchefs Christian Sewing (Deutsche Bank) und Martin Zielke (Commerzbank) gedrängt haben, ein Zusammengehen zu prüfen. Die Sorge der Politik: Europas größter Volkswirtschaft fehlt eine schlagkräftige internationale Großbank. Während die US-Konkurrenz längst wieder bestens verdient, dümpeln Deutschlands Großbanken zehn Jahre nach der Finanzkrise vor sich hin.

Die Gewerkschaften fürchten massiven Personalabbau. Der Unions-Haushaltspolitiker Eckhardt Rehberg hat Scholz vor einer politischen Einflussnahme gewarnt. Eine Fusion müsse „nach rein betriebswirtschaftlichen Kriterien Sinn ergeben“.

Tobias Schmidt Korrespondentenbüro Berlin
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