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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Mehr freie Zeit statt mehr Geld

13.11.2018

Frankfurt /Hamburg Acht freie Tage statt mehr Lohn – diese Option ist für Zehntausende Beschäftigte der deutschen Metall- und Elektroindustrie offenbar attraktiv. Nach Angaben der IG Metall haben bereits rund 190 000 Arbeitnehmer in ihren Betrieben für 2019 eine entsprechende Freistellung beantragt, die beim jüngsten Tarifabschluss der deutschen Schlüsselindustrie für bestimmte Personengruppen verabredet worden ist.

„Wir konnten uns kaum retten vor Anträgen“, erzählt die Betriebsrätin Nektaria Christidou vom Stuttgarter Autozulieferer Mahle Behr.

Mit einer Zustimmungsquote zwischen 70 und 80 Prozent sei die Arbeitszeitverkürzung vor allem bei Schichtarbeitern beliebt, die allein rund 140 000 Antragsteller ausmachen, berichtete die Gewerkschaft am Montag in Frankfurt. Auch rund 50 000 Eltern junger Kinder und Beschäftigte, die zu Hause Angehörige pflegen, wählten die Freizeitoption. Sie verzichten im Gegenzug auf ein höheres Entgelt, das neben den normalen Tariferhöhungen in Form einer Sonderzahlung im kommenden Jahr fällig würde. Bei diesen Gruppen ist allerdings die Gesamtzahl der Anspruchsberechtigten unklar. Insgesamt sind in der Metall- und Elektroindustrie rund 3,9 Millionen Menschen beschäftigt.

Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, sprach von einer „enormen Resonanz“ auf die neue Tarifregelung, die nun konkret umgesetzt werden müsse. „Wir haben den Nerv der Zeit getroffen“, erklärte er.

Die Arbeitgeber bestätigten ihrerseits das große Interesse in den Belegschaften an den kürzeren Arbeitszeiten. Der Verband Gesamtmetall mahnte aber erneut, dass das entfallende Arbeitsvolumen wegen des großen Fachkräftemangels und der guten Auftragslage unmittelbar im Betrieb ausgeglichen werden müsse.

In Nordwestniedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wollen nach einer ersten Befragung der IG Metall Küste mindestens 12 000 Beschäftigte die Wahlmöglichkeit nutzen. Auch hier kommen den Angaben zufolge die meisten Anträge (7700) von Schichtarbeitern.

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Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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