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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Mittelstand leidet unter Bewerbermangel

05.11.2018

Frankfurt /Main Zu wenig Bewerber: Der Fachkräftemangel bringt Deutschlands Mittelständler einer Studie zufolge zunehmend in Bedrängnis. Laut einer Untersuchung der staatlichen Förderbank KfW wollen in den nächsten drei Jahren zwei Drittel aller mittelständischen Betriebe neue Fachkräfte einstellen. Davon befürchten 65 Prozent, dass die Stellen nur mit Abstrichen, verzögert oder überhaupt nicht besetzt werden könnten. Das geht aus einer Sonderauswertung des KfW-Mittelstandspanels hervor. Vor vier Jahren hatten sich noch 57 Prozent der einstellenden Firmen so geäußert.

Mittelfristig befürchtet die KfW einen flächendeckenden Fachkräftemangel, wenn ab etwa 2025 die Baby-Boomer in Rente gehen. Deutschland brauche in den kommenden Jahren zweifellos viel mehr qualifizierte Zuwanderer als zuvor, argumentierte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Sinnvoll seien zudem Investitionen in den Ausbau von Kitas, Ganztagsschulen und Weiterbildung. „Ich kann mir auch vorstellen, dass die heutigen Berufsanfänger angesichts steigender Lebenserwartung später in Rente gehen werden als mit 67 Jahren.“

Hauptgrund für die Sorgen der Unternehmen ist den Angaben zufolge bereits heute schon der Mangel an Fachkräften quer durch alle Branchen. In diesem Jahr begründeten 77 Prozent der betroffenen Mittelständler ihre Pro­bleme mit „Bewerbermangel im gesuchten Beruf“, vier Jahre zuvor waren es noch 57 Prozent gewesen. Zu hohe Lohnforderungen oder fehlende Zusatzqualifikationen spielten mittlerweile dagegen eine deutlich geringere Rolle.

Der Fachkräftemangel hat sich der KfW zufolge seit 2014 in allen Wirtschaftsbereichen verschärft, obwohl inzwischen mehr Frauen und Ältere arbeiteten. Der große Bedarf an Arbeitskräften in der guten Konjunktur übersteige diese Zugewinne jedoch. „Das ist die Kehrseite eines erfreulichen Arbeitsmarkt-Booms und voller Auftragsbücher im Mittelstand“, sagte Zeuner.

Besonders stark betroffen ist der Bausektor. Neun von zehn mittelständischen Firmen mit Rekrutierungspro­blemen befürchten einen Mangel an Bewerbern (2014: 75 Prozent). Zusätzlich zur Sanitärtechnik und dem Trockenbau würden nun auch die Fachkräfte im Tiefbau knapp. In der Industrie und im Dienstleistungsbereich hat sich die Lage gegenüber 2014 ebenfalls verschärft.

Auch die Bundesregierung betrachtet den Fachkräftemangel mit Sorge. Dieser könnte sich noch verstärken und zu einem „bedeutenden Risiko“ für die deutsche Wirtschaft werden. Die Regierung wolle deshalb ihr Fachkräftekonzept neu ausrichten, heißt es in einem gemeinsamen Papier mehrerer Ministerien.

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