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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Tausende protestieren gegen Automesse

16.09.2019

Frankfurt /Main Mehrere Hundert Klima-Aktivisten haben am Sonntag den Haupteingang der IAA in Frankfurt blockiert. Sie setzten sich auf die Stufen vor das Messegebäude und hielten Plakate mit Forderungen wie „Autokonzerne entmachten“ oder „Die Straße ist besetzt – Verkehrswende jetzt“ in die Höhe. Die Polizei sprach von einem friedlichen Verlauf der Proteste. Die IAA rief ihre Besucher über Twitter auf, andere Eingänge zu nutzen.

Auch vor einem dieser Eingänge protestierten die Demonstranten des Bündnisses „Sand im Getriebe“. Ziel sei es, „den Ablauf der IAA mit friedlichen Blockaden zu stören“, teilte das Bündnis mit. „Wir setzen damit ein deutliches Zeichen gegen das zerstörerische Verkehrssystem, für das die weltgrößte Automesse nach wie vor steht.“ Die Aktion solle zeigen, dass leere Versprechungen das Bündnis nicht mehr hinhalten könnten. Die Demonstranten setzen sich für autofreie Städte, kostenlosen öffentlichen Nahverkehr und einen Ausbau von Fahrradwegen ein. „Ein echter Wandel hin zu klimafreundlichem Verkehr ist nur gegen die Profitinteressen der Autolobby möglich“, erklärten sie.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) erklärte, der Zugang zur IAA finde statt. Die Besucher würden zu freien Eingängen umgeleitet. Man habe frühzeitig über Straßensperrungen wegen der Demonstrationen informiert, darauf hätten sich die Besucher eingestellt. Die IAA hatte ihre Tore für die breite Öffentlichkeit geöffnet, die Messe dauert noch bis zum 22. September.

Bereits am Samstag hatten Tausende vor den Toren der Messe für eine rasche Verkehrswende und mehr Klimaschutz demonstriert. Nach Polizeiangaben waren 15 000 Menschen dabei. Die Veranstalter bezifferten die Teilnehmerzahlen auf 25 000, darunter seien allein 18 000 Radfahrer gewesen, die sich an einer Sternfahrt beteiligten. Dafür wurden vorübergehend auch Abschnitte der Autobahnen 661 und 648 gesperrt.

Der Protest richtete sich auch an die Politik. Am 20. September will das Klimakabinett der Bundesregierung sein Maßnahmenpaket für den Klimaschutz vorlegen. Dem Verkehr kommt dabei eine besondere Rolle zu.

Daimler-Chef Ola Källenius hatte in einer Podiumsdiskussion bei der IAA betont, den Klimaschutz ernst zu nehmen. „Dass wir den Hebel mental nicht umgelegt haben, das möchte ich bestreiten“, sagte er. Ein Hauptthema waren die schweren und platzbedürftigen Sport Utility Vehicles (SUVs), die stark in der Kritik stehen. „Wir haben in den letzten Jahren viel getan, um Gewicht aus den Fahrzeugen zu nehmen“, sagte Källenius und verwies auf stärkere Verwendung von Leichtbauteilen. „Aber man richtet sich auch nach dem, was die Kunden wollen.“ In China etwa mit seinen Megacities verkaufe der Konzern eben siebensitzige SUVs am besten.

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