FRANKFURT/MAIN - Die deutschen Maschinenbauer bleiben die Nummer eins in der Welt: 2006 hat die mittelständisch geprägte Branche trotz wachsender Konkurrenz ihren Titel als Exportweltmeister verteidigt. Die Hersteller von Maschinen „made in Germany“ steigerten ihren Anteil am Weltmarkt im Vergleich zum Vorjahr von 18,9 auf 19,1 Prozent. Damit belegten sie im sechsten Jahr in Folge den ersten Platz. Das sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Dieter Brucklacher. Der Aufsteiger China ist den europäischen Herstellern aber auf den Fersen.
So überholte das Reich der Mitte 2005 erstmals Frankreich und Großbritannien und belegt laut VDMA-Statistik nun Platz fünf in der Weltrangliste. Im vergangenen Jahr baute China seine Maschinenexporte um mehr als ein Drittel aus und kommt auf einen Marktanteil von sechs Prozent. „Die Chinesen gewinnen, aber nicht zu unseren Lasten“, sagte Brucklacher. So konzentrierten sich chinesische Hersteller auf einfache Maschinen und seien inzwischen weltweit bei Geldschränken, Tresoranlagen und der Bekleidungs- und Ledertechnik führend.
„Die deutsche Branche hält in einem wettbewerbsintensiven Umfeld ihren Welthandelsanteil schon seit 15 Jahren“, sagte Brucklacher. Auf Platz zwei folgen die USA.
